Schädling im Kreis Tübingen: Jetzt Buchsbaumzünsler-Raupen sammeln und unschädlich machen

Raupe des Buchsbaumzünslers
Landratsamt Tübingen / Ursula Maurer- Buchsbaumzünsler frisst an warmen Tagen wieder an Buchsbäumen – jetzt Eindämmung beginnen.
- Landratsamt Tübingen rät: Büsche kontrollieren, Gespinste entfernen und Raupen absammeln.
- Hinweise auf Befall: grüne Kotkrümel, zusammengesponnene Blätter und Fensterfraß an Blättern.
- Befallenes Schnittgut darf auf den Kompost oder in die Biotonne, auch auf Häckselplätzen abgeben.
- Ende Mai und Mitte August: Schnittgut erst in Tüte in der Sonne erhitzen, dann entsorgen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Buchsbaumzünsler beginnt bereits jetzt an warmen Tagen wieder an den Buchsbäumen zu fressen. Daher sei jetzt bereits ein wichtiger Zeitpunkt gekommen, um den Schädling einzudämmen, schreibt das Landratsamt Tübingen in einer Pressemitteilung Mitte April.
Die Obst- und Gartenbauberatungsstelle der Abteilung Landwirtschaft rät, Buchsbäume auf die kleinen Raupen, vor allem auch im inneren und unteren Bereich der Büsche, zu kontrollieren. Bei geringem Befall solle man die Gespinste herausschneiden, die Raupen absammeln und diese unschädlich machen. Durch regelmäßiges Absammeln könne der Befall deutlich reduziert werden.
Auch grüne Kotkrümel, zusammengesponnene Blätter sowie Fensterfraß an den Blättern würden auf Befall hindeuten. Zur Entsorgung von befallenem Blattmaterial weist der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises darauf hin, dass auch das befallene Schnittgut normal kompostiert oder über die Biotonne entsorgt werden könne. Lediglich Ende Mai und Mitte August, wenn die Larven ausgewachsen sind, könnten sich diese auch an bereits abgeschnittenen Ästen zu Faltern entwickeln.

Gespinst des Buchsbaumzünslers mit Kotkrümeln
Landratsamt Tübingen / Ursula MaurerUm dies mit Sicherheit auszuschließen, könne man das befallene Schnittgut in diesen Zeiträumen zunächst in einer Tüte verpacken und für einige Tage in der Sonne liegen lassen. Durch die Hitzeentwicklung sterben die Raupen ab und das Schnittgut könne anschließend auf den Kompost. Auf den Häckselplätzen im Landkreis Tübingen könne das belastete Schnittgut angeliefert werden und braucht nicht als Restmüll entsorgt zu werden, so das Landratsamt: „Aufgrund der mechanischen Verdichtung und der schnellen Erhitzung bei der professionellen Kompostierung ist ein Überleben der Zünsler nicht zu erwarten.“
Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Abfallwirtschaftsbetriebs unter https://www.abfall-kreis-tuebingen.de/buchsbaum-reisig