Ranking der Schienennetze im Land
: Schlechte Noten für das Netz „Neckartal“

Marode Infrastruktur, schlechtes Baustellen-Management und Personalmangel führt das Verkehrsministerium als Hauptprobleme auf. Das Netz „Neckartal“ mit dem Abschnitt Tübingen–Stuttgart schneidet beim aktuellen Ranking der Netze im Land besonders schlecht ab.
Von
swp
Tübingen
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Ein Zug im Tübinger Hauptbahnhof.

Zu den Netzen, die besonders schlecht abschneiden beim Ranking des Landes, zählt auch das „Neckartal“ mit der Strecke Tübingen–Stuttgart.

Hans-Jörg Schweizer
  • Das Netz „Neckartal“ belegt im SPNV-Ranking Platz 30 von 32 – nur Murrbahn und S-Bahn Rhein-Neckar schneiden schlechter ab.
  • Hauptprobleme: marode Infrastruktur, schlechtes Baustellen-Management und Personalmangel.
  • Die durchschnittliche Gesamtpunktzahl beträgt 48 von 100 Punkten, das „Neckartal“ erreichte 19,71 Punkte.
  • Die Pünktlichkeit im Netz „Neckartal“ lag bei 68,7 Prozent – betrieben wurde es bis August von der SWEG.
  • Das Ranking wird seit 2021 erstellt und bewertet Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Kapazität, Sauberkeit und Zufriedenheit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Land Baden-Württemberg hat sein aktuelles Ranking des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) veröffentlicht. Ausgewertet werden die Netze unter anderem nach Zuverlässigkeit, Kapazität und Sauberkeit. Die Qualität hat sich demnach im Vergleich zu den Vorjahren erneut verschlechtert. Die Hauptprobleme seien weiterhin die marode und veraltete Infrastruktur, das schlechte Baustellen-Management sowie fehlende Informationen und Personalmangel, fasst das Verkehrsministerium zusammen. Die aktuell veröffentlichte Analyse bezieht sich auf das erste Halbjahr 2025.

Zu den Netzen, die besonders schlecht abschneiden, zählt das Netz „Neckartal“, das insgesamt 383 Kilometer Schiene umfasst, darunter den Abschnitt zwischen Tübingen und Stuttgart. In der Gesamtwertung erhält das Neckartal 19,71 Punkte. Damit landet es auf Platz 30 von insgesamt 32 bewerteten Netzen im Land. Schlechter sind nur noch die Murrbahn und die S-Bahn Rhein Neckar. Die durchschnittlich erreichte Punktzahl in der Gesamtbewertung liegt bei 48 von 100 möglichen Punkten. 100 Punkte bekommt ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, wenn es alle verkehrsvertraglichen Vorgaben des Landes erfüllt. Bei der Pünktlichkeit kommt das Vertragsnetz „Neckartal“, das bis August von der SWEG betrieben wurde, auf 68,7 Prozentpunkte. Ermstal- und Ammertalbahn kommen auf 60,66 Punkte bei der Gesamtwertung in der ersten Jahreshälfte 2025. Das ist eine Verbesserung im Vergleich zur Auswertung des Zeitraums davor. In der zweiten Jahreshälfte 2025 hatte die Ammertalbahn dann vermehrt Probleme mit Verschleiß an Fahrzeugen und Infrastruktur.

Das Ranking startete das Verkehrsministerium im Jahr 2021. Zwei Mal im Jahr veröffentlicht es eine Analyse. Die Gesamtbewertung besteht aus fünf Einzelkriterien: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Gesamtzufriedenheit der Fahrgäste gehen mit einer Gewichtung von jeweils 25 Prozent in das Ranking ein. Außerdem fließen Bewertungen der Zugkapazität mit 15 Prozent und die Sauberkeit mit 10 Prozent in die Gesamtbewertung ein.