Polizeieinsatz in der JVA Tübingen
: Großaufgebot an Einsatzkräften rückt zu Gefängnis aus

Mehrere Polizisten und Polizistinnen waren am Montagmittag mit Hunden in der Tübinger JVA im Einsatz. Was war passiert?
Von
Nico Pannewitz,
Iris Simon
Tübingen
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Viele Polizisten und Polizeihunde sind gerade in der Tübinger JVA. Warum?

Viele Polizisten und Polizeihunde sind gerade in der Tübinger JVA. Warum?

Holger Weyhmüller, Iris Simon
  • Großer Polizeieinsatz an der JVA Tübingen – mehrere Streifenwagen und Hunde vor Ort.
  • Der Einsatz läuft am Montagmittag, die Lage ist aktuell.
  • Der genaue Grund wurde von der Polizei noch nicht mitgeteilt.
  • Reporter berichten von zahlreichen Einsatzkräften an der Justizvollzugsanstalt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei der Justizvollzugsanstalt in Tübingen kam es am Montagmittag zu einem größeren Polizeieinsatz. Wie die stellvertretende Anstaltsleiterin Ilona Crispien dieser Redaktion vor Ort mitteilte, kam es offenbar gegen 11 Uhr zu Problemen beim Hofgang. Eine nicht zur Verfügung gestellte Tischtennisplatte habe zu Unruhen unter den Insassen geführt. Diese hätten den Umstand zum Anlass genommen die Haftbedingungen an sich zu kritisieren. Rund 20 Insassen hätten sich geweigert in ihre Zellen zurückzukehren. Da sich die Situation auch durch Gespräche nicht beruhigen ließ, wurden Polizeikräfte des Präsidiums sowie die Hundestaffel als Unterstützung hinzugegzogen worden.

Rund zwei Dutzend Polizisten mitsamt Polizeihunden betraten gegen 13.50 Uhr schließlich das Gefängnis. Während des Einsatzes waren immer wieder Hundegebell, Rufe und lautes Klopfen aus dem Innenhof zu hören. Ein Krankenwagen, der vorsorglich ebenfalls vor Ort war, konnte jedoch kurzdarauf wieder wegfahren.

Keine Straftatbestand der Meuterei

Bereits gegen 14 Uhr hatte sich die Situation beruhigt. Nach Angaben des Einsatzleiters gab es keine Verletzten. Der Einsatz sei an sich freidlich verlaufen, der hohe Personaleinsatz eine Sicherheitsmaßnahme. „Die zwei Rädelsführer werden nun in die JVA Rottenburg gebracht und erst einmal separiert“, erklärte Crispien. „Wie es dann weitergeht, entscheidet die Staatsanwaltschaft.“

Der Straftatbestand der Meuterei liegt nach Polizeiangaben nicht vor. Welche Folgen der Polizeieinsatz für die mutmaßlichen Rädelsführer haben wird, ist noch unklar. Die JVA Tübingen ist eine Außenstelle der JVA Rottenburg und dient hauptsächlich der Unterbringung von männlichen Erwachsenen in Untersuchungshaft.