Podcast „Am Gericht“ · Folge 29
: Der Mann mit dem Morgenstern

Das dürfte für die beteiligten Polizisten eine Premiere gewesen sein: Im Januar nehmen sie einen Mann in Tübingen fest, den sie für einen Dealer halten. In seinem Auto finden sie nicht nur - wie erwartet - Heroin und Streckmittel, sondern auch eine im Drogengeschäft ungewöhnliche Waffe. Hinter dem Beifahrersitz liegt ein Holzstab, an dem an einer Kette eine stachelbewehrte Eisenkugel befestigt ist: ein Morgenstern.
Von
ST
Tübingen

Bild: Francesco Milanese - stock.adobe.com

Nicht gesetzt

Aber warum aber hat der Mann ein mittelalterliches Schlagwerkzeug dabei? Wollte er sein Drogengeschäft absichern - und muss er deshalb wegen bewaffneten Drogenhandels mindestens fünf Jahre ins Gefängnis? Warum war die Polizei auf seiner Spur und überwachte ihn bereits wochenlang vor dem Zugriff? Was ist mit dem Bitcoin-Konto, auf dem Kryptowährungen in sechsstelliger Höhe liegen? Und warum findet die Polizei trotz intensiver Ermittlungen keinen einzigen Kunden, an den er das Heroin weiterverkauft haben könnte? Schließlich kommt der Fall vor das Tübinger Landgericht - und da hat der Angeklagte für viele Fragen eine gänzlich andere Erklärung als die Ermittler. Darüber sprechen Eike Freese und Jonas Bleeser in der neuen Folge des TAGBLATT-Podcasts „Am Gericht“.

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