Platzen die Neubaupläne?: Stadtwerke wollen neues Hallenbad in Tübingen vorerst nicht bauen

Der Siegerentwurf des Hallenbads von Südosten aus gesehen. Der Vorplatz, der durch die Gebäudeform entsteht, gefiel den Juroren besonders gut. Ob und wann es gebaut wird, ist nun aber wieder offen.
Visualisierung: Sacker Architekten- Stadtwerke Tübingen stoppen Neubaupläne für neues Hallenbad aufgrund fehlender Mittel.
- Aufsichtsrat beschloss am 17. März 2025, bestehendes Hallenbad Nord zu sanieren.
- Gemeinderat entscheidet demnächst über Vorgehensweise.
- Oberbürgermeister Boris Palmer bezeichnete Neubau zuvor als dringend nötig.
- Zukunft der Hallenbäder weiterhin ungewiss.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Platzen die Pläne für den Neubau eines Tübinger Hallenbads? Wie die Stadtwerke am Freitag in einer kurzen Notiz bekannt geben, sieht es ganz danach aus. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Tübingen hat in einer nicht-öffentlichen Sitzung am 17. März 2025 über die weitere Vorgehensweise beim Bäderkonzept beraten – und die weiteren Planungen bis auf Weiteres zurückgestellt. Grund dafür ist fehlendes Geld.
Stattdessen sollen die „Möglichkeiten der Sanierung des Hallenbads Nord umfangreich geprüft werden. Dieser Aufsichtsratsbeschluss wird nun als nächstes im Tübinger Gemeinderat beraten und der Gemeinderat kann die Vorgehensweise endgültig beschließen.“
Das ist eine Überraschung: Denn bislang hatten Stadtverwaltung und Stadtwerke mit ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden Oberbürgermeister Boris Palmer eine völlig andere Linie vertreten. Palmer hatte erklärt, dass der Neubau dringend nötig sei: „Beide bestehende Bäder sind sanierungsbedürftig. Ein Bad ist sogar so alt, dass es gerade geschlossen hat, weil der Boden auseinanderbricht“, so der OB noch im Juli 2024. Auch in den Sparplänen zum Tübinger Haushalt waren die Hallenbadpläne ein Thema gewesen. In der Verwaltung war man sich zu deren Zukunft bei einem Neubau uneins gewesen.
In Zeiten knapper Haushaltskassen überprüfen die Stadtwerke, wo sie in den Sparten sparen, die mehr Geld kosten als sie einbringen. Dazu gehört neben den öffentlichen Bädern auch der Tübinger Stadtverkehr. Denn die Stadtwerke rechnen bei ihrer Tochter im laufenden Jahr mit einem Defizit von 8,6 Millionen Euro. 2019 waren es noch unter 4 Millionen, 2024 gut 7 Millionen. „Das können wir nicht mehr leisten“, betonte Knud Hädicke, zusammen mit Hans Zeutschel Geschäftsführer der Tübus GmbH. Deshalb wird das Angebot demnächst reduziert, Busse sollen seltener fahren.



