Parken in Tübingen: An der Uni ist das Parken jetzt nirgends mehr kostenlos

Seit Dezember 2024 werden Autofahrer auf dem legendären Schiebeparkplatz zur Kasse gebeten.
Ulrich Janßen/Archiv- Seit Oktober 2024 sind alle Uni-Parkplätze in Tübingen gebührenpflichtig.
- Der Schiebeparkplatz kostet 1,80 € pro Stunde, maximal 10 € pro Tag.
- Eine Machbarkeitsstudie prüft den Bau von Wohnraum auf dem Schiebeparkplatz.
- Insgesamt betreibt die Parkraumgesellschaft 2000 Stellplätze in Tübingen.
- Gründe: Klimaschutz, Kostengerechtigkeit und Einnahmen für den Landeshaushalt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nicht nur die Stadt Tübingen baut ihre Parkraumbewirtschaftung sukzessive aus, auch die Parkplätze der Universität Tübingen sind seit diesem Monat nicht mehr kostenlos. Wer künftig beispielsweise am Brechtbau oder am Sportinstitut parken will, muss zahlen. Bisher hatte die Universität für ihre Beschäftigten noch teils kostenlose Parkplätze im Freien, ab dem 1. Oktober ist die Nutzung der Parkplätze an der Universität Tübingen aber grundsätzlich gebührenpflichtig.
Auch der kostenlose Schiebeparkplatz ist schon Geschichte
Die Landesregierung hatte schon 2018 die schrittweise Parkraumbewirtschaftung beschlossen für alle Parkplätze, die dem Land gehören. Betroffen ist also nicht nur die Uni Tübingen, sondern alle baden-württembergischen Universitäten und Hochschulen. Die landeseigene Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg mbH (PBW) teilte nun in einer Pressemitteilung mit, dass sie am 1. Oktober die Bewirtschaftung von 43 Parkplätzen am Campus der Universität Tübingen übernommen habe: „Auf dem Campus Tübingen stehen künftig 14 Freeflow-Stellplätze, 11 ticketlose Stellplätze sowie 18 Dauerparkplätze zur Verfügung.“
In Tübingen betreibt die PBW rund 2000 Stellplätze, unter anderem die 266 Parkplätze auf dem ehemaligen „Schiebeparkplatz“ an der Wilhelmstraße. Seit Dezember 2024 werden Autofahrer auf dem legendären Schiebeparkplatz zur Kasse gebeten. 1,80 Euro kostet dort die angefangene Stunde, für einen ganzen Tag zahlt man 10 Euro. Die meisten der insgesamt 270 Plätze sind für Uniangehörige und Studierende reserviert. Wie lange es diesen Parkplatz aber noch geben wird, ist ungewiss: Die Geschäftsführerin des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim, Edith Hein, kündigte im August dieses Jahres an, dass eine Machbarkeitsstudie für die Bebauung des südlichen Teils des ehemaligen Schiebeparkplatzes laufe und dass das Studierendenwerk nicht vorhat, groß Zeit zu verplempern: „baldmöglichst“ soll auf dem Schiebeparkplatz Wohnraum entstehen, sagte Hein im August.
„Die entgeltliche Bewirtschaftung ist ein wichtiger Schritt, um Parkraum effizient und gerecht zu nutzen. Mit moderner Technik und nutzerfreundlichen Lösungen wollen wir das Parken für Mitarbeitende, Studierende und Besucher so einfach und komfortabel wie möglich gestalten“, sagt Anja Müller, Geschäftsführerin der Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg (PBW). Begründet wird die Parkraumbewirtschaftung auch mit Immissionsschutz, Klimaschutz, Kostengerechtigkeit und dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Sie ist wohl auch ganz banal eine zusätzliche Einnahmequelle für den Landeshaushalt.
