Palmer enthüllt Namensschild: Die Radbrücke West heißt jetzt offiziell Ann-Arbor-Brücke

Radeln unter dem neuen Schild der "Ann-Arbor-Brücke".
Carolin Albers- Tübingens Radbrücke West wurde in „Ann-Arbor-Brücke“ umbenannt – inspiriert durch die Partnerstadt.
- Die Brücke kostete 16 Mio. Euro, was teils Kritik auslöste – OB Palmer verteidigt sie als „gutes Investment“.
- Tübingen und Ann Arbor verfolgen gemeinsame Klimaziele und arbeiten an nachhaltigen Stadtbildern.
- Stadträtinnen Helmle und Mayer stellten den Umbenennungsantrag – neues Schild nun enthüllt.
- Delegation aus Ann Arbor besucht die Stadt auch für das anstehende Stadtfest.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Fahrradwege in Ann Arbor seien aus dem Nichts gewachsen, sagte Oberbürgermeister Boris Palmer am Donnerstagnachmittag vor dem Jugendcafé Bricks in Tübingen. Bevor sie dort angelegt wurden, habe sich dort niemand getraut, Fahrrad zu fahren. Die Entschlossenheit, etwas zu verändern, habe ihn und die Stadträte, die beim Besuch in Tübingens Partnerstadt im US-Bundesstaat Michigan dabei waren, inspiriert. „Dem wollten wir gedenken.“ Also beschloss der Tübinger Gemeinderat im März, der Radbrücke West den Namen „Ann-Arbor-Brücke“ zu geben. Den Gästen aus den USA erklärte Palmer, dass er wegen der 16 Millionen Euro, die die Brücke gekostet hat, viel Unverständnis erfahre. „Aber jeder Cent war ein richtiges Investment“, meinte der Oberbürgermeister. Sein Gegenpart Christopher Taylor aus Ann Arbor war selbst nicht dabei, aber dessen Assistent Jonathan Gomer bedankte sich im Namen seines Vorgesetzten.
„Unsere beiden Städte sind in dem gleichen Prozess, nachhaltiger zu werden. Wir verändern unsere Stadtbilder“, so Palmer. Die Idee des Klimaschutzes würden Tübingen und Ann Arbor teilen. Die Stadträtinnen Krishna Sara Helmle (AL/Grüne) und Julia Mayer (CDU) hatten deshalb den Antrag im Rat gestellt. Sie enthüllten am Donnerstag gemeinsam mit Palmer das neue Namensschild, das an einer Säule der Brücke befestigt ist. Aus beiden Fahrtrichtungen gut sichtbar am Radweg. Zur Besiegelung des neuen Namens radelte eine Gruppe aus Tübingern und ihren Gästen aus den USA über die Brücke, der Oberbürgermeister vorne weg. Die Delegation aus Ann Arbor ist übrigens nicht nur wegen der Brücke hier, sondern auch beim Stadtfest am Wochenende mit dabei.


Im Schnitt eine 2,8: Damit hat Tübingen beim Radklima-Test des ADFC den ersten Platz geholt. Gut sind die Noten aber nicht in allen Kategorien: Das Zeugnis darf man auch als Hinweis verstehen, dass noch nicht alles prima ist in Tübingen.