Last-Minute-Ostergeschenke: Schnell und einfach Bienenwachstücher machen

Bienenwachstücher eignen sich als nachhaltiger und hübscher Ersatz für Frischhaltefolie aus Plastik.
Carolin Albers- Sofia Cervera zeigt, wie man Bienenwachstücher als nachhaltige Ostergeschenke herstellt.
- Am 31. Mai gibt es einen kostenlosen Workshop in Tübingen.
- Bienenwachstücher sind umweltfreundlich und ersetzen Plastikfolie.
- Materialien: Baumwollstoff, Bienenwachs, Backpapier, Bügeleisen.
- Anleitung: Stoff zuschneiden, Wachs verteilen, bügeln, trocknen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit Mai 2020 gibt es die kreative Nähwerkstatt „Recycled in Tübingen“ im Lorettoviertel. Die gelernte Modedesignerin Sofia Cervera repariert dort Lieblingsstücke und näht Kleider um und upcycled Stoffreste zu Accessoires wie Taschen oder Kuscheltiere.
Hin und wieder gibt Cervera auch Workshops zu verschiedenen Themen – zum Beispiel zum Herstellen von Bienenwachstüchern. Der nächste kostenlose Workshop ist am 31. Mai von 15 bis 18 Uhr bei einem Stadtteil-Event von „Neustart Tübingen“ auf dem ehemaligen Diedler-Gelände gegenüber der Stadtwerke. Für die TAGBLATT-Leserinnen und -Leser hat Cervera schon vorher Bienenwachstücher gemacht und erklärt wie's geht – denn die sind ein schönes und nachhaltiges Ostergeschenk, das auch leicht mit Kindern herzustellen ist.

Ein Wachs-Vorrat der für eine ganze Ladung an Bienenwachstüchern reicht.
Carolin AlbersMan braucht:
- Stoffreste (100 Prozent Baumwolle und der Stoff darf nicht elastisch sein)
- Zickzackschere
- Ein altes Handtuch oder anderes Tuch, um den Tisch zu schützen
- 2 Bögen Backpapier
- Bienenwachskügelchen (in Tübingen gibt es das regional und bio auf dem Markt beim Imker)
- Bügeleisen

Die verwendeten Stoffe sollten aus 100 Prozent Baumwolle bestehen und dürfen nicht elastisch sein – bei den Mustern ist erlaubt, was gefällt.
Carolin AlbersDen Arbeitsplatz vorbereiten: Ein Handtuch, das mit Wachs bekleckert werden darf, auf den Tisch legen. Ein Bogen Backpapier darauf, einen daneben.
Mit der Zickzack-Schere den Stoff auf die gewünschte Größe zuschneiden. Die Zacken sind wichtig, damit der Stoff später nicht ausfranst.
Den Stoff auf das Backpapier legen und eine kleine Menge Bienenwachs gleichmäßig auf dem Stoff verteilen. Mit dem zweiten Bogen Backpapier abdecken und von der Mitte zu den Seiten bügeln, um das Wachs über den ganzen Stoff zu ziehen. Dabei darauf achten, nicht mit dem Bügeleisen das Wachs zu berühren, falls es zwischen dem Backpapier hervorquillt.
Sobald der ganze Stoff mit Wachs imprägniert ist, ist das Tuch schon fertig – da es sich vollsaugt, muss auf die andere Seite des Stoffes kein Wachs gegeben werden. Gegebenenfalls an den Rändern noch einmal Wachs darauf geben und nacharbeiten.
Nun schnell vom Backpapier abziehen und an der Luft schütteln. Nach etwa einer Minute ist das Wachs abgekühlt und getrocknet. Das Bienenwachstuch ist fertig!

Beim Bügeln ist es wichtig, darauf zu achten, dass das ganze Tuch sich mit Wachs vollsaugt.
Carolin AlbersBei guter Pflege (immer nach Gebrauch mit kaltem Wasser abwaschen und keine stark riechenden Lebensmittel sowie kein rohes Fleisch darin aufbewahren) hält das Bienenwachstuch für etwa ein Jahr. Dann kann der Prozess einfach wiederholt werden. Da Bienenwachs antibakteriell ist, sind die Wachstücher hygienisch – Käse, Obst, Gemüse oder Brot kann zum Beispiel darin aufbewahrt werden. Als Ostergeschenk können auch Kekse oder anderes Gebäck darin verpackt werden.

Auch zum Abdecken von Bechern und Schüsseln eignen sich Bienenwachstücher.
Carolin Albers
