Özdemir-Hochzeit in Tübingen: Glückwünsche, Kritik, Spott – so reagieren Nutzer auf Facebook

Heiraten sie im Tübinger Rathaus? Cem Özdemir und Flavia Zaka sollen am Samstag von Tübingens OB Boris Palmer in Tübingen getraut werden. Die Hochzeit im Wahlkampf löst unterschiedliche Reaktionen auf Facebook aus.
Carolin Albers/Archiv/Bernd Weißbrod/dpa- Cem Özdemir will am Samstag, 14. Februar, in Tübingen heiraten.
- Standesbeamter ist Tübingens OB Boris Palmer im Standesamt Tübingen.
- Bekanntgabe lief inoffiziell; „Stuttgarter Zeitung“ berichtete zuerst.
- CDU kritisiert Hochzeit im Wahlkampf; Palmer verweist auf Valentinstag.
- Auf Facebook: Glückwünsche, Kritik, Spott und Spekulationen zum Timing.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es ist ein Termin, mitten im Wahlkampf, der kein Wahlkampftermin sein soll: Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir will am Samstag, 14. Februar, am Valentinstag seine Lebensgefährtin Flavia Zaka heiraten. Standesbeamter wird Tübingens OB Boris Palmer sein. Öffentlich bekannt gegeben hat Özdemir seine Pläne nicht, doch die Information sickerte durch: Nachdem die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet hatte, gab es umgehend Kritik aus der CDU: Hinter dem Termin steckten sehr wohl Wahlkampfmotive – warum sonst heirate man mitten im Winter?
Palmer konterte daraufhin auf Facebook und erklärte, dass der Valentinstag Paare in Scharen auf die Standesämter treibe: „Die Termine für den kommenden Samstag sind im Standesamt Tübingen seit langer Zeit ausgebucht. Viele Paare nehmen den Winter in Kauf, um am Tag der Liebe zu heiraten. Und dafür machen wir natürlich sogar am Wochenende das Rathaus auf.“
Unter der Nachricht von der Promi-Trauung in Tübingen auf Facebook sind die Reaktionen bunt gemischt. Es gibt viele Glückwünsche und Zuspruch zur Wahl des Ortes: “Tübinger Standesamt ist super schön. Das wird sicher gut.“ Der prominente Standesbeamte Palmer wird unterschiedlich bewertet: Während ein Nutzer ätzt, sich von Palmer trauen zu lassen sei „kein gutes Omen für eine Ehe“, schlägt ein anderer Özdemir vor, er solle „Palmer in die Landesregierung holen“.
Über den Zeitpunkt und die Umstände des Bekanntwerdens wird eifrig spekuliert: „Soll ihm das bei der Wahl helfen?“, fragt eine Nutzerin, ein anderer ist sich da schon sicher: „Was tut man nicht alles für vermeintlich ein paar Sympathiezehntelchen...“ Aber auch die CDU wird für ihre Vermutung kritisiert, die Hochzeit sei Wahlkampftaktik: „Typisch CDU... sie könnte sich doch mitfreuen und gratulieren... aber nein, sie muss selbst so ein schönes Ereignis verurteilen und niedermachen.“
„Brautstrauß aus dem Balkonkasten?“
Und dann gibt es noch die Witzbolde, die nicht an Spott sparen: „Typisch Grüner: Samstags in Tü heiraten, weil der Bus kostenlos ist“, kommentiert einer, ein anderer vermutet: „Der Bauernverband hat zu seinen Ehren schon einen Traktor-Corso angekündigt.“ Und ein weiterer Kommentator erinnert an ein Video aus dem Jahr 2014, als Özdemir sich wie viele Prominente damals dabei filmte, wie er sich einen Eimer Eiswasser über den Kopf kippte (bei der „Ice Bucket Challenge“). Im Hintergrund war dabei ein Topf mit einer Hanfpflanze zu sehen (ein Verfahren deswegen wurde von der Berliner Staatsanwaltschaft eingestellt). Deshalb fragt der Nutzer: „Stammt der Brautstrauß aus seinem Balkonkasten?“


