ÖPNV
: Ein Schwede in der Mercedes-Dynastie

Die Tübinger Stadtwerke haben erstmals einen Hybrid-Solobus der Marke Volvo in ihren Fuhrpark aufgenommen.
Von
ST
Tübingen

Schwäbisches Tagblatt

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Nach Hybrid-Gelenkbussen von Mercedes-Benz schicken die Stadtwerke ab sofort den ersten Hybrid-Solobus der Marke Volvo auf Tübingens Straßen. Das ist das Ergebnis wochenlanger Tests. Der Neue in der Tübus-Flotte bringt es auf eine erwartete Kilometerleistung von 70000 Kilometern pro Jahr und soll 25 Prozent Kraftstoff- und CO 2 -Einsparungen gegenüber einem herkömmlichen Fahrzeug bringen.

Der Bus ist als ehemaliges Vorführfahrzeug fast neu. Er erfüllt die Euro-6-Abgasnorm und hat einen Diesel- sowie einen Elektromotor. Bei An- und Abfahrten greift der Bus ausschließlich auf den Elektroantrieb zurück. Bei Geschwindigkeiten über 20 Kilometer pro Stunde nutzt er auf beide Techniken.

Die Aufnahme des Volvos in den Fuhrpark ist auch eine strategische Maßnahme, sagt Hans Zeutschel, Bereichsleiter Öffentlicher Nahverkehr bei den Tübinger Stadtwerken, in einer Pressemitteilung: „Uns kommt es darauf an, die Zuverlässigkeit, Umweltfreundlichkeit und Technik des Herstellers über einen längeren Zeitraum im Linienverkehr zu beobachten und die Werte zu analysieren.“ Schließlich stehe der Austausch einer ganzen Reihe von Bussen an, die mit Hybridfahrzeugen ersetzt werden könnten. Vom Land haben die Stadtwerke deshalb eine Förderung von 42500 Euro erhalten.

Oldtimer zur Miete

Zum 70-jährigen Bestehen brachten die Stadtwerke Tübingen im Juli 2017 einen alten Mercedes-Benz0305 zum ersten Mal auf Tübinger Untergrund. Künftig bieten die Stadtwerke den Retro-Bus inklusive Fahrer zur Miete an, da das Publikumsinteresse vor rund einem Jahr so groß gewesen sei. Das Modell, gebaut zwischen 1969 und 1987, wurde im 70er-Jahre-Design hergerichtet.