Nachhaltigkeit in Tübingen
: Kinderhaus Waldhäuser-Ost erhält erste „Faire Kita-Auszeichnung“ des Landes

Was bedeutet „fair“? Was „nachhaltig“? Die Vorschulkinder vom Kinderhaus Waldhäuser-Ost haben sich mit ihren Erzieherinnen und Erziehern darüber Gedanken gemacht – mit Erfolg.
Von
Christine Laudenbach
Tübingen
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Schokoladennikolaus mit Fairtrade-Siegel: ILLUSTRATION - Nachhaltig oder doch nur fair? Siegel bieten Orientierung beim Schokoladenkauf. (zu dpa: «Weihnachtszeit: Wie erkennt man nachhaltige Schokolade?») Foto: Lena Klimkeit/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

Auch Schokoladenweihnachtsmänner gibt es fair gehandelt.

Lena Klimkeit/dpa-tmn/dpa
  • Kinderhaus Waldhäuser-Ost in Tübingen erhält "Faire Kita-Auszeichnung".
  • Vorschulkinder lernen über fairen Handel und Nachhaltigkeit.
  • Aktionen: Theaterstück, Pappmaché-Kulissen, Bananenbrot backen.
  • Erzieher zeigen Kindern Produktionswege von Lebensmitteln.
  • Auszeichnung gilt drei Jahre, fünf Kriterien müssen erfüllt werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Kinder und ihre Erzieherinnen und Erzieher entwickelten Angebote und Aktivitäten zum fairen und nachhaltigen Handel und holten damit als erstes städtisches Kinderhaus in Tübingen die „Faire Kita-Auszeichnung“ des Landes.

„Ich bin beeindruckt, wie vielfältig die Kinder und ihre Erzieherinnen sich dem Thema angenommen haben. Das zeigt, dass man auch recht komplexe Themen so aufbereiten kann, dass Kinder sie gut verstehen und schon früh lernen, wie man verantwortungsvoll handeln kann“, sagt Sozialbürgermeisterin Gundula Schäfer-Vogel.

Orangen aus Pappmaché

Die Kinder entwickelten beispielsweise ein Theaterstück zum fairen Handel mit Schokolade und Kaffee im „WHO-Supermarkt“. Die Kulissen – Orangen, Bananen und Kakaoschoten – haben sie aus Pappmaché gebastelt. Sie haben Bananenbrot aus fair gehandelten Bananen gebacken und konnten Brot samt Rezept mit nach Hause nehmen. Neben der Herkunft von Lebensmitteln schauten sich die Erzieherinnen mit den Kindern den Produktionsweg eines T-Shirts näher an.

Getreide vom Bauern um die Ecke

„Für die Aktionen verwenden wir faire und regionale Produkte. Beim Besuch auf dem regionalen Bauernhof hier um die Ecke können die Kinder am besten lernen, woher Milch und Getreide fürs Frühstück und Vesper kommen“, sagt Kinderhausleiterin Johanna Götz. Man wolle die Themen so in den Kita-Alltag einbauen, dass fairer Konsum selbstverständlich und zu Hause umgesetzt werden kann.

Die Auszeichnung „Faire Kita Baden-Württemberg“ gilt drei Jahre, es sind fünf Kriterien zu erfüllen: Das Kinderhaus muss sich aktiv für die Auszeichnung entscheiden und ein „Faires Team“ bilden. Es müssen faire Produkte verwendet werden, das Thema fairer Handel muss vermittelt und die verschiedenen Aktionen müssen dokumentiert werden.