Mysteriöser Knall in Tübingen
: Ein Erdbeben war es nicht

Noch immer ist nicht klar, was es mit dem lauten Knall in der Nacht auf Samstag auf sich hatte. Verschiedene Expertinnen und Experten können nur sagen, was nicht die Ursache war.
Von
Miri Watson
Tübingen
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Silvesterfeuerwerk: ILLUSTRATION - 28.12.2012, NA, Neukirchen-Vluyn: Vor Silvesterraketen werden Wunderkerzen abgebrannt. Nicht immer zünden Silvesterraketen und Böller dort, wo sie sollten. (zu dpa: «Südhessische Stadt Viernheim beschließt Böllerverbot») Foto: Roland Weihrauch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wahrscheinlich war es einfach ein ziemlich lauter Böller, der den lauten Knall am Freitagabend verursacht hat.

Roland Weihrauch/dpa
  • Laute Knallgeräusche in Tübingen am Freitagabend, Ursache unbekannt.
  • Polizei vermutet Silvesterböller, Erdbeben und Flugverkehr ausgeschlossen.
  • Bundeswehr schließt militärischen Überschallknall am Wochenende aus.
  • Keine neuen Erkenntnisse nach weiteren Nachforschungen.
  • Ermittlungen laufen weiter, ursprüngliche Böller-Theorie wahrscheinlicher.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ziemlich laut hat's geknallt, am Wochenende in Tübingen: Am Freitagabend, etwa um 22 Uhr, berichteten Tübingerinnen und Tübinger aus verschiedenen Teilen der Stadt davon, einen lauten Knall gehört zu haben – und fragten sich, was da los war. Am Wochenende konnten Ohrenzeuginnen und -zeugen keine befriedigende Antwort liefern. Auch die Polizei war ratlos: Kein gesprengter Geldautomat, kein Unfall oder Schusswechsel waren den Beamten bekannt. Nur eine Vermutung hatte die Polizeipressestelle: Ein lauter Silvesterböller könne den Knall verursacht haben.

Auch Anfang dieser Woche gab es keine neuen Erkenntnisse: Die Polizei hatte zwar nochmal nachgeforscht, aber nichts Neues herausgefunden. Der Landeserdbebendienst in Freiburg schloss ein Erdbeben kategorisch aus. Und dass Flugverkehr die Ursache gewesen sein könnte, sei auch sehr unwahrscheinlich: Ziviler Flugverkehr habe den Knall nicht verursacht haben können, so ein Sprecher vom Flughafen Stuttgart.

Ein Sprecher des Luftfahrtamts der Bundeswehr in Köln wiederum meinte, dass ein Überschallknall durch militärischen Flugverkehr als Ursache ebenfalls unwahrscheinlich sei: „Am Wochenende gibt es keinen militärischen Überflugbetrieb“, so der Sprecher. Zwar sei es gegen 22 Uhr am Freitagabend schon noch denkbar, dass ein Militärflugzeug unterwegs sein könnte – aber wenn es zu außergewöhnlichen Ereignissen wie einem lauten Knall käme, würde das normalerweise auch das „Team Luftwaffe“ auf den Sozialen Medien posten. Weder auf Bluesky noch auf dem Whatsapp-Kanal der Luftwaffe ist aber etwas davon zu lesen. Das Luftfahrtsamt der Bundeswehr forscht weiter nach – wahrscheinlicher als ein militärischer Überschallknall ist aber, dass die ursprüngliche Böller-Theorie zutrifft.