Auto rast in Menschenmenge in Italien: Deutsche Touristin unter den Schwerverletzten

Im norditalienischen Modena fuhr ein Auto in eine Menschenmenge.
Uncredited/LaPresse/AP/dpa- In Modena fuhr ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge – acht Verletzte.
- Vier Personen wurden schwer verletzt, sagte Bürgermeister Massimo Mezzetti in einer Videobotschaft.
- Der Wagen raste im Zentrum in die Altstadtstraße und zielte auf den Fußgängerweg.
- Der Fahrer flüchtete zu Fuß mit einem Messer, Passanten überwältigten ihn.
- Die Polizei nahm den etwa 30-Jährigen fest; Hintergründe sind laut Mezzetti noch unklar.
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In der norditalienischen Stadt Modena ist ein Mann mit einem Auto in eine Menschenmenge gerast. Acht Menschen seien verletzt worden, davon vier schwer, sagte der Bürgermeister der Stadt, Massimo Mezzetti, in einer Videobotschaft. Nach seinen Worten sind die Hintergründe noch unklar. Er sei jedoch „zutiefst betroffen“ über diesen „wahnsinnigen Vorfall“, sagte er.
Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag im Zentrum von Modena. Der Wagen raste in eine Straße in der Altstadt. Dort fuhr der Wagen nach den Worten von Mezzetti mit hoher Geschwindigkeit gezielt auf den Fußgängerweg und erfasste eine Gruppe von Passanten. Der Fahrer versuchte danach zu fliehen und verließ das Auto mit einem Messer in der Hand, berichteten mehrere Augenzeugen.
Deutsche unter den Verletzten
Mehrere Passanten verfolgten den Mann und konnten ihn daraufhin überwältigen. „Sie haben großen Mut gezeigt, ihnen gilt mein Dank“, sagte Mezzetti. Bei dem Mann handelt es sich Medienberichten zufolge um einen etwa 30-Jährigen. Er wurde festgenommen und soll von der Polizei befragt werden.
Unter den acht verletzten Menschen befindet sich auch eine deutsche Touristin. Das sagte der Bürgermeister der Stadt, Massimo Mezzetti, am Abend. Die Deutsche zähle wie eine Person aus Polen zu den insgesamt vier schwer verletzten Menschen, sagte Mezzetti weiter.
Heftiger Aufprall
Auf Aufnahmen von Sicherheitskameras in der Gegend war zu sehen, wie der Kleinwagen mehrere Menschen erfasst und wie diese regelrecht durch die Luft geschleudert werden. Eine Frau sei am Ende gegen ein Schaufenster gedrückt worden, berichteten Medien übereinstimmend. An dem Schaufenster endete die Fahrt des Mannes.
Die Verletzten werden nach Angaben der Behörden in Krankenhäusern in Modena sowie in Bologna behandelt. Mezzetti sagte, alle Angehörigen der Verletzten sei bereits informiert worden, einige seien schon vor Ort.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete den Vorfall als „sehr schwerwiegend“. In den sozialen Medien sprach sie den Verletzten und ihren Familien ihre Anteilnahme aus und bedankte sich bei den Bürgern, die den Mann stoppten. Der Mann müsse nun zur Rechenschaft gezogen werden.
Wie Medien berichteten, wurde der Mann in der norditalienischen Stadt Bergamo geboren und wuchs in der Provinz Modena auf, er soll nordafrikanische Wurzeln haben. Die Nachrichtenagentur Adnkronos meldete, er sei in der Vergangenheit psychiatrisch behandelt worden. Er soll demnach einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften haben und nicht vorbestraft sein.
