Lebendiges Windrad in Tübingen: B28 wird gesperrt: Rad-Sternfahrt zum Weltrekordversuch

In Herrenberg bildeten 600 Menschen vergangenes Jahr ein lebendiges Windrad. Diesen Rekord will Tübingen am 16. Mai knacken.
Jürgen Böhringer- Tübingen plant am 16. Mai ein lebendiges Windrad auf dem Festplatz – Ziel ist der Weltrekord.
- Die B28 von Reutlingen wird für eine Rad-Sternfahrt gesperrt, vier Hauptrouten sind vorgesehen.
- Rund 30 Einstiegsstationen stehen bereit; Routen und Karten veröffentlicht wkbb.de/wrtue.
- Initiatoren sehen große Resonanz und wollen ein Zeichen für nachhaltige Energie und Mobilität setzen.
- Herrenberg hält den bisherigen Rekord mit 600 Menschen, unterstützt aber den neuen Versuch.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mit Hunderten, ja Tausenden Menschen rechnet Pro Windkraft Neckar-Alb, wenn am Samstag, 16. Mai, auf dem Tübinger Festplatz ein lebendiges Windrad entstehen soll. Aufgerufen dazu hat Oberbürgermeister Boris Palmer, der damit eine Wette eingeht: Er will den Rekord knacken den Pro Windkraft Neckar-Alb in Herrenberg hält. Dafür müssen aber mehr als 600 Menschen ein sich drehendes Windrad auf dem Boden bilden.
Damit das klappt, gibt es eine Sternfahrt, für die die B28 von Reutlingen her komplett gesperrt wird. Denn auf ihr soll Platz für einen Fahrradkorso sein.
Aktuell umfasst die Sternfahrt rund 30 Einstiegsstationen – von Stuttgart bis zum Schwarzwald, von der Alb bis ins Heckengäu. Es gibt vier Hauptrouten. Touten und Einstiegspunkte veröffentlicht die Initiative Windkraft BB aus Böblingen täglich aktualisiert auf ihrer Homepage wkbb.de/wrtue. Dort sind auch Kartenmaterial und Tipps zu finden.
Initiatoren überrascht über Resonanz
Die enorme Resonanz überraschte sogar die Initiatoren: „Mit der Aktion haben wir offensichtlich einen Nerv getroffen“, so Christian Kuhn vom Klimabündnis Weinstadt in einer Pressemitteilung. Denn: „Die aktuelle Ölkrise konfrontiert uns überdeutlich mit dem, was wir eigentlich längst wissen: Fossile Energieträger bedeuten politische Abhängigkeit, wirtschaftliche Unsicherheit, Kostenexplosionen und führen unsere Gesellschaft in die Sackgasse“, ergänzt Angela Patka von ProWindkraft Neckar-Alb.
„Deshalb wird es Zeit, dass wir uns für Lösungen einsetzen“, wird Tina Hüselitz vom BUND Reutlingen zitiert. Die Aktion solle ein Zeichen setzen. Für nachhaltige Mobilität. Für nachhaltige, regionale Energieerzeugung, für wirtschaftliche Wertschöpfung in der Region und für gesellschaftliche Teilhabe, Unabhängigkeit, Demokratie und Friedenssicherung.
Ziel: Weltrekord knacken
Entsprechend hoch sind die Erwartungen vieler Personen, die sich den 16. Mai schon rot im Kalender markiert haben. „Viele Rückmeldungen zeigen uns: Diese Leute wollen nicht nur dabei sein – sie wollen den Herrenberger Weltrekord überbieten“, so Kuhn.
Die bisherigen Rekordhalter sehen es gelassen: „Für uns wäre es eine Riesenfreude, wenn in Tübingen ein neuer Rekord gelingt, der unser Ergebnis von 2025 in den Schatten stellt“, sagt Klaus Weingärtner aus Herrenberg, der 2025 auch maßgeblich an der Organisation beteiligt war. „Wir werden deshalb auch in Herrenberg für die Tübinger Aktion werben und am 16. Mai schwinge ich mich auf jeden Fall auch selbst aufs Fahrrad. Da will ich doch dabei sein!“, ergänzt er.
