Landtagswahl
: 35 Prozent der Tübinger wollen per Brief wählen

Die Quote bleibt hoch. Knapp 23.000 Tübingerinnen und Tübinger haben Briefwahlunterlagen beantragt.
Von
Hans-Jörg Schweizer
Tübingen
Jetzt in der App anhören
Ulrich Narr, der Leiter des Fachbereichs Kommunales bei der Stadt Tübingen, ist auch für die Organisation der Wahlen verantwortlich.

Ulrich Narr, der Leiter des Fachbereichs Kommunales bei der Stadt Tübingen, ist auch für die Organisation der Wahlen verantwortlich.

Carolin Albers
  • Tübingen: Knapp 23.000 Briefwahlunterlagen für die Landtagswahl verschickt.
  • Das sind gut 35 Prozent der 65.059 Wahlberechtigten in Tübingen.
  • Bis Freitagnachmittag gingen etwa 18.000 ausgefüllte Wahlscheine zurück.
  • Vergleich: 2021 wurden 28.680, bei der Bundestagswahl 2025 knapp 26.000 ausgegeben.
  • Frist: Rückgabe bis Sonntag, 18 Uhr; Ersatzunterlagen Samstag im Rathaus, 10–12 Uhr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Knapp 23.000 Briefwahlunterlagen hat die Stadt Tübingen verschickt und ausgegeben. Damit hatten für die Landtagswahl am morgigen Sonntag, 8. März 2026, gut 35 Prozent der 65.059 Tübinger Wahlberechtigen Briefwahl beantragt, so Ulrich Narr, Leiter des Fachbereichs Kommunales bei der Stadt, der in Tübingen für die Organisation der Wahlen verantwortlich ist. Etwa 18.000 Briefwählerinnen und Briefwähler hatten ihre ausgefüllten Wahlscheine bis Freitagnachmittag schon wieder bei der Stadt abgegeben.

Bei der Landtagswahl 2021 waren sogar an 28.680 Wahlberechtigte Briefwahlscheine ausgegeben worden. Das war allerdings zu Corona-Zeiten, als die Briefwahl schon aus Gründen des Infektionsschutzes boomte. Bei der Bundestagswahl 2025 waren an knapp 26.000 der seinerzeit 64.876 Wahlberechtigten Briefwahlunterlagen ausgegeben worden. Bei einer Bundestagswahl sei aber erfahrungsgemäß auch die Wahlbeteiligung höher als bei anderen Wahlen, so Ulrich Narr. Seit einer Änderung des Wahlgesetzes 2008 braucht man keinen „wichtigen Grund“ mehr, um Briefwahl zu beantragen. Seither nimmt die Briefwahlquote zu.

Bis spätestens Sonntagabend, 18 Uhr, müssen Wahlscheine zur Landtagswahl von Tübinger Wahlberechtigten zurück bei der Stadt sein. Seit Freitagnachmittag können diese nur noch beim Tübinger Rathaus (Am Markt 1) abgegeben oder in den Briefkasten geworfen werden. Wer seine Briefwahlunterlagen beantragt, aber noch nicht erhalten hat, kann am Samstag, 7. März, von 10 bis 12 Uhr im Tübinger Rathaus-Foyer am Marktplatz mit Vorlage von Personalausweis oder Reisepass Ersatzwahlunterlagen abholen. Dort kann man auch direkt in einer Wahlkabine wählen.