Ladetarife in Tübingen
: Stromtanken wird billiger

Während Tanken immer teurer wird, kann Strom über den Energiemarkt deutlich vorausschauender und strategischer beschafft werden, so die Stadtwerke, die die Preisvorteile an ihre Kunden weitergeben will.
Von
Lisa Maria Sporrer
Tübingen
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Autogipfel: 09.10.2025, Niedersachsen, Hannover: Ein Schild markiert einen Parkplatz für ein Elektroauto an einer öffentlichen Schnellladesäule. Vertreter von Politik, Herstellern und Zulieferern, Verbänden und Gewerkschaft sowie der Bundesländer mit Autoindustrie kommen zu einem sogenannten Autogipfel zusammen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

E-Tanken wird günstiger in Tübingen.

Julian Stratenschulte/dpa
  • Ab 1. April 2026 sinken E-Ladepreise an 350+ ecowerk e-charge Punkten in Tübingen.
  • AC e-charge Vorteils-Tarif: 43→39 Cent (bis zu 9,3 % günstiger); DC: 56→55 Cent.
  • AC e-charge: 46→42 Cent (−8,7 %); DC ohne SW-Vertrag: 59→58 Cent (bis 1,69 %).
  • Neuer DC-Tarif: getrennt für High-Power-Charger (bis 300 kW) und 50‑kW‑Stationen.
  • Ausbau: neue Schnelllader, Kartenterminals, weitere AC-Standorte geplant; Infos: ecowerk-echarge.de.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Während Tanken derzeit immer teurer wird, sinken in Tübingen die Preise an den E-Lade-Stationen: Ab dem 1. April 2026 gelten neue Tarife an über 350 öffentlichen Ladepunkten der Stadtwerke-Tochter ecowerk e-charge. „Die Preise für Benzin und Diesel reagieren oft kurzfristig auf internationale Notierungen und weltpolitische Entwicklungen. Strom hingegen kann über den Energiemarkt deutlich vorausschauender und strategischer beschafft werden“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadtwerke Tübingen.

Bis zu 9,3 Prozent günstiger

Konkret: Mit dem e-charge Vorteils-Tarif sinkt der Arbeitspreis an AC-Ladestationen (das sind die Normalladestationen, meist mit 11 bis 22 Kilowatt Ladeleistung) um bis zu 9,3 Prozent (von 43 Cent auf 39 Cent). An DC-Ladesäulen (das sind die Schnelladestationen mit Ladeleistungen bis zu 350 Kilowatt) um bis zu 1,79 Prozent (von 56 Cent auf 55 Cent). Der e-charge-Tarif an AC-Ladesäulen wird um 8,7 Prozent günstiger (von 46 Cent auf 42 Cent), Schnelllader ohne Stadtwerke-Stromvertrag sparen bis zu 1,69 Prozent (von 59 Cent auf 58 Cent). An den Ladestationen in den Parkhäusern der Stadtwerke reduziert sich der Preis um 9,3 Prozent (von 43 Cent auf 39 Cent). Für Schnelllader wird der Ladetarif von ecowerk e-charge ab April aufgeteilt: Künftig gibt es einen Tarif für High-Power-Charger (bis 300 Kilowatt) und einen separaten Tarif für DC-Ladestationen mit 50 Kilowatt. Bisher galt der reguläre DC-Ladetarif einheitlich für alle Schnellladestationen.

Der Fokus liege eindeutig auf der Schnelladestruktur, sagt Stadtwerke-Pressesprecher Ulrich Schmermaul auf Nachfrage der SÜDWEST PRESSE. „Das ist eine Entwicklung des vergangenen Jahres. Letzlich will man ja dahin, dass auf E-Mobilität umgestellt wird.“ Neben neuen Schnellladestationen – unter anderem entstehen dieses Jahr noch neue Stationen am Rewe-/Mediamarkt-Parkplatz in der Weststadt – soll das E‑Laden in Tübingen auch durch technische Aufrüstungen weiter vereinfacht werden: In den Schnellladeparks am Café Lieb und am Zentralen Omnibusbahnhof seien an insgesamt sechs Ladestationen bereits neue Kartenterminals in Betrieb. Weitere sind an der Ladewallbox vor dem Stadtwerke‑Kundenzentrum sowie in der Sindelfinger Straße geplant.

Aber auch den Ausbau der normalen E-Ladeinfrastruktur (AC) verliere ecowerk e-charge nicht aus den Augen. „Auch beim AC-Laden ist es das Ziel, die Ladeinfrastruktur am Straßenrand im Stadtgebiet kontinuierlich weiter auszubauen, immer dann, wenn geeignete und genehmigungsfähige Standorte gefunden werden“, so Schermaul.

Weitere Informationen gibt es auf der neuen Internetseite: ecowerk-echarge.de