Was man vielleicht schon hat: Reutlinger Tonne: Eindrucksvolle Premiere des Schülerstücks „Glücksträumerei“

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Nicht gesetztDie Bühne ist abstrakt-minimalistisch und dabei so einfach wie suggestiv: Drei quadratische Stahlgitter übereinander geschichtet, darauf ein Objekt, das ein Flatscreen sein könnte, eine Raumskulptur oder eben die Bank vor dem Bahnhof. Auch eine Stadt bei Nacht ließ sich assoziieren, der sogenannte öffentliche Raum als Leerstelle, oder das Erwachsenwerden als zeitweise ziemlich unheimlicher Ort (Bühne und Regie: Karen Schultze).
Die junge Autorin war nach der Premiere ziemlich überwältigt. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, meinte sie. „Ich hätte nicht gedacht, wie viel man aus dem Stück herausholen kann.“ Zu den Figuren mochte sie nichts sagen. „Sie haben eine Eigendynamik.“ Und: „Das ist, wie wenn man J.K. Rowling fragt, was mit Harry Potter passiert, wenn er 80 ist.“
Das Spiel mit Traum und Realität hat sie besonders fasziniert. „Ich finde es sehr interessant zu überlegen, was ist eigentlich wirklich? Was ist echt?“, sagte die Schülerin. Glück sei für sie nicht etwas Fernes, das es zu erreichen gilt, sondern etwas, das man vielleicht schon hat.
Info Weitere Aufführungen sind heute Abend und am morgigen Freitag, 13. Mai, jeweils um 20Uhr, sowie am Samstag, 14. Mai, um 16Uhr im Tonne-Theater im Reutlinger Spitalhof.