Vor der Premiere: Eine LTT-Ode an die schönen Dinge im Leben

Sie sammeln schon gute Gründe fürs Leben: Thorsten Weckherlin (von links, Regie), Jonas Hellenkemper (Hauptdarsteller), Katharina Engelmann (Assistenz) und Tom Gipfel (Dramaturgie).
LTT- Das Landestheater Tübingen (LTT) zeigt am 7. November die Premiere von "All das Schöne" von Duncan Macmillan.
- Das Solo-Stück behandelt den Suizidversuch der Mutter des Protagonisten, gespielt von Jonas Hellenkemper.
- Regie führt Thorsten Weckherlin, Dramaturgie übernimmt Tom Gipfel.
- Weitere Aufführungen: 9., 14., 28. November und 5., 6., 7. Dezember sowie zweimal an Silvester.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ist es möglich, „All das Schöne“ in der Welt überhaupt zu begreifen und in Worte zu fassen? Dieser Frage geht das gleichnamige Stück von Autor Duncan Macmillan in einem „lebensbejahenden Monolog über ein todernstes Thema nach“, wie der Veranstalter, das Landestheater Tübingen, schreibt. Denn das Solo ist eine Antwort auf den Suizidversuch der Mutter des Protagonisten im Stück, gespielt von Jonas Hellenkemper. Das Publikum soll dabei aktiv mit einbezogen werden, damit das vielleicht Schönste überhaupt entsteht: geteiltes Glück. Vorab aber gibt es schon eine Liste von 25 der 50 schönsten Dinge im Leben, die auch Teil der Ode sein werden:
1. Eiscreme – 2. Wasserschlachten – 3. Länger aufbleiben und fernsehen – 4. stolpernde Leute – 5. Spaghetti Bolognese von Mama – 6. Der erste Schluck Kaffee am Morgen – 7. Sich Schadenfreude zuerlauben – 8. ein Geruch aus der Kindheit, der einen Sturm schöner Erinnerungen auslöst – 9. Das Lied „Wann strahlst du?“ von Jacques Palminger – 10. gute Umarmung
11. Sex – 12. Der Geruch von Sommerregen auf dem heißen Asphalt – 13. Einen alten Freund wieder treffen und merken, dass sich nichts geändert hat – 14. in ein frisch bezogenes Bett steigen – 15. Nach einem langen und anstrengenden Aufstieg am Gipfelkreuz ankommen und die Aussicht genießen – 16. Den eigenen Herzschlag spüren und wissen, dass man lebendig ist – 17. Ins Meer pinkeln, und keiner merkt’s – 18. Die Stimme von Nina Simone – 19. Wenn die Menschen im Zug einen für verrückt halten, weil man ein witziges Buch liest und laut lacht – 20. Trampolinspringen
21. knisternde alte Vinyl-Schallplatten - 22. wenn man mit einer besonderen Person stundenlang schweigen kann und es trotzdem angenehm ist, weil man sich auch wortlos versteht – 23. Waschbären – 24. Ein kompliziertes Problem verstehen und lösen – 25. Beim Kochen in der Küche tanzen – 26. Im Kino den Abspann sitzen bleiben, weil man langsam wieder in die Realität zurückfinden muss – 27. Jemand ansehen, während er deinen Lieblingsfilm sieht – 28. Die Ruhe nach der Erkenntnis, dass man an seiner misslichen Lage nichts ändern kann – 29. Einen Insider-Gag mit einem Freund teilen und wissen, dass nur ihr ihn versteht – 30. Mit Freundinnen die ganze Nacht reden, weil es unendlich viel zu erzählen gibt
31. Wissen, dass man im Wildpark mit dem Schlüsselbund klappern muss, damit die Otter auftauchen – 32. Platte Witze, über die man dennoch lauthals lacht – 33. Eine neue Sprache lernen und das Gefühl erhalten, dass man sich ihn ihr verständigen kann – 34. Mit Muskelkater aufwachen und wissen, dass er von der gestrigen sportlichen Leistung kommt – 35. Eine Ausstellung im Museum besuchen mit dem Gefühl, die Zeit bleibt stehen – 36. Zungenbrecher – 37. Freundliche Hunde – 38. Etwas lesen, was das ausdrückt, was du fühlst, aber du konntest es nicht in Worte fassen – 39. Schneeballschlachten – 40. Sich nach einem Streit vertragen
41. Guter Lokaljournalismus – 42. Das Geräusch, wenn man einen Fußball genau so trifft, wie man es wollte – 43. Wenn eine fremde Katze um deine Beine streift – 44. Star Trek-Filme mit gerader Nummer – 45. Die ersten warmen Sonnenstrahlen auf der Haut nach einem langen Winter – 46. Schlechte Wortspiele – 47. Ein heißes Bad mit viel Schaum an kalten Wintertagen – 48. Ein Theaterstück sehen, das ein ernstes Thema auf eine lebensbejahende Weise behandelt – 49. Nicht nur einem Schauspieler auf der Bühne zuschauen, sondern gemeinsam mit ihm und dem gesamten Publikum eine Geschichte erzählen
50. Am Donnerstag, 7. November, um halb acht eine Theaterpremiere im LTT besuchen – oder zu einer der Folgevorstellungen gehen.
Vorführungen im November und Dezember
„All das Schöne“, ein Solo im Dialog mit dem Publikum von Duncan Macmillan. Die Regie führt Thorsten Weckherlin, die Dramaturgie: Tom Gipfel. Die Premiere ist am heutigen Donnerstag, 7. November, von 19.30 Uhr an im LTT-Oben. Weitere Vorführungen sind am 9., 14. und 28. November sowie am 5., 6. und 7. Dezember und zweimal an Silvester. Karten gibt es unter 07071 / 93 13 1 49 oder landestheater-tuebingen.de.
