Tübinger Festival
: Gemeinsam singen, tanzen, essen: Afrika-Festival beginnt am Donnerstag

Die afrikanische Diaspora und ihre Gäste präsentieren sich von Donnerstag (6. August) bis Sonntag wieder auf dem Festplatz in Tübingen – beim diesjährigen Afrika-Festival.
Von
Peter Ertle
Tübingen
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Auch für Kinder ist auf dem Afrika-Festival immer etwas geboten

Auch für Kinder ist auf dem Afrika-Festival immer etwas geboten

AfrikAkriv
  • In Tübingen findet dieses Jahr das Afrika-Festival auf dem Festplatz statt.
  • Motto ist Ubuntu: „Gemeinsam singen. Gemeinsam tanzen. Gemeinsam essen. Gemeinsam lachen. Gemeinsam beten.“
  • Programm: Kabarettistin Ma Bí, Tita Nzebi sowie Rema Diop & Pape Samory Seck treten auf.
  • Samstag gibt es eine Kulturparade, abends AfricanBongoMan mit der Think Twice Band.
  • Sonntag folgt ein ökumenischer Gottesdienst – danach Kinderprogramm, Modenschau und Beiträge.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Ich bin, weil wir sind.“ Unter diesem Motto der Ubuntu-Philosophie steht das diesjährige, vom Verein Afrikaktiv organisierte Afrika-Festival auf dem Festplatz, das an diesem Ort zu einer Institution geworden ist. Hier gibt es afrikanische Kunst, Musik, Mode, Kulinarik, hier präsentieren sich gesellschaftliche Projekte, Unternehmen und Diaspora-Initiativen, erhalten regionale Kunst- und Kulturschaffende aus Tübingen, Reutlingen und der Region Neckar-Alb eine Bühne. Unter dem Motto „Gemeinsam singen. Gemeinsam tanzen. Gemeinsam essen. Gemeinsam lachen. Gemeinsam beten“ möchte das Festival diese besondere Ubuntu-Energie neu erlebbar machen. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Lebensfreude, Frieden und Gemeinschaft. Das Programm:

Donnerstag, 6. August

19 Uhr, MA BÍ – Ma Bí wurde in Mankon-Bamenda in Kamerun geboren und ist seit mehr als 20 Jahren als Kabarettistin und Künstlerin aktiv. Aufgrund des anhaltenden Konflikts in Südkamerun und der Ermordung ihrer Eltern musste sie ihre Heimat verlassen. Ihr erstes Album „Miyaka“ widmet sie den Menschen, die in diesem Konflikt ihr Leben verloren haben, sowie den Überlebenden und traumatisierten Betroffenen. Mit ihren Liedern möchte Ma Bí zur Heilung und zum Frieden beitragen und den Menschen Glauben, Mut und Hoffnung für die Zukunft vermitteln.

Freitag, 7. August

18 Uhr, Tita Nzebi – Tita Nzebi wurde in Mbigou im Süden Gabuns geboren und gehört heute zu den bekanntesten Stimmen ihres Landes. Seit ihrer Ankunft in Frankreich im Jahr 1998 hat sie eine internationale Karriere aufgebaut. Ihre musikalische Reise führte sie von den Bühnen in Paris und Europa bis nach Indien und Kanada.

19 Uhr, Rema Diop & Pape Seck –  Rema Diop gehört zu den etablierten Stimmen Westafrikas. Zu Beginn ihrer Karriere tourte sie mit bekannten Künstlern wie Youssou N’Dour. Die im Senegal geborene und aufgewachsene Sängerin verbindet traditionelle afrikanische Musik mit modernen Klängen. Sie wurde bereits mit mehreren Musikpreisen ausgezeichnet und gilt als eine der „goldenen Stimmen Senegals“.

Pape Samory Seck stammt aus der bekannten senegalesischen Griot-Familie Seck und wuchs im Musikerviertel Pikine in Dakar auf. Zu seinen Instrumenten gehören unter anderem Djembé, Doun Doun, Sabar, Serouba, Conga, Bougarabou, Asico und Tama – die sogenannte Talking Drum.

Die unterschiedlichsten Kulturen präsentieren sich auf dem Festplatz.

Die unterschiedlichsten Kulturen präsentieren sich auf dem Festplatz.

AfrikAkriv

Samstag, 8. August

17 Uhr, Festival-Kulturparade

Die Kulturparade steht für Gemeinschaft, Vielfalt und die verbindende Kraft der Kultur. Menschen verschiedener Herkunft sind eingeladen, gemeinsam sichtbar für Zusammenhalt und ein friedliches Miteinander einzutreten.

19 Uhr, AfriacanBongoMan & Think Twice Band – AfricanBongoMan, der bekannte Künstler aus Ghana und Tübingen, präsentiert gemeinsam mit der Think Twice Band eine energiegeladene musikalische Show.

Sonntag, 9. August 2026

11 Uhr, ökumenischer Gottesdienst – unter dem Thema „Komm so, wie du bist – Come as you are“ gestalten Reverend Alfred Motopoh, DJ Proff mit Gospelmusik sowie weitere Mitwirkende den ökumenischen Gottesdienst. Anschließend folgen ein Kinder-Bühnenprogramm, eine Modenschau und weitere kulturelle Beiträge.

Und ansonsten:

Ohne Bongoman geht nichts.

Ohne Bongoman geht nichts.

AfrikAktiv

Das Kinder- und Familienprogramm beginnt von Freitag bis Sonntag jeweils um 14 Uhr. Angeboten werden kreative Mitmachaktionen, Spiele, Unterhaltung und ein Trommelworkshop unter der Leitung von Djibril aus Senegal.

DJ Abdul, bekannt von „Easy Sunday“ im franz.K Reutlingen, sorgt tagsüber für musikalische Unterhaltung. Das Open-Air-Programm wird von DJ Gaga, Afrobeats-Entertainment sowie Livekonzerten verschiedener Künstlerinnen und Künstler begleitet.

Eintritt gibt es gegen eine Spende von 5 Euro.

Das Afrika-Festival

Das Afrika Festival Tübingen wurde erstmals im August 2007 auf dem damaligen Bruderhausgelände in Reutlingen veranstaltet – am Standort der heutigen Stadthalle. Seit 2010 ist das Festival auf dem Festplatz der Universitätsstadt Tübingen beheimatet. Es erhielt Anerkennung durch zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft. Dazu gehören unter anderem ein Grußwort des damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler im Jahr 2010 sowie die Würdigung durch Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann im Jahr 2016.

Einen langen Atem braucht man für die Liste der Menschen, an die sich das Festival laut Veranstalter richtet, wir zitieren: „Familien, Kinder und Jugendliche, Studierende und junge Erwachsene, Seniorinnen und Senioren, Angehörige der afrikanischen Diaspora, Bürgerinnen und Bürger aus Tübingen, Reutlingen und der Region Neckar-Alb, Kunst- und Kulturschaffende, Vereine, Initiativen und gemeinnützige Organisationen, Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Bildung und Wissenschaft, Unternehmen, Existenzgründerinnen und Existenzgründer, Vertreterinnen und Vertreter der Tourismus- und Kreativwirtschaft, Kirchengemeinden und interreligiöse Initiativen, Medienvertreterinnen und Medienvertreter, alle Menschen, die Afrika kennenlernen und gemeinsam feiern möchten”.

Wir fassen das gerne zusammen: Das Afrika-Festival richtet sich an alle.