SWP+SWP+Thomas Mann, die Republik und Homoerotik
: „Junge Männlichkeit mit ihrem Ebenbilde zu leidenschaftlicher Gemeinschaft verbunden“

1922 hält Thomas Mann in Berlin seine Rede „Von deutscher Republik“: ein Plädoyer für die Republik, für Demokratie – und für die Akzeptanz eines „besonderen Gefühlsbezirks“. Wie war es dazu gekommen? Und was können wir heute von Mann lernen? Darüber hat der Tübinger Autor Kurt Oesterle ein Buch geschrieben.
Von
Moritz Siebert
Tübingen
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Vor 75 Jahren: Nach 16 Jahren Exil kommt Thomas Mann nach Deutschland: Thomas Mann, Schriftsteller (06.06.1875 – 12.8.1955) (Foto von ca. 1950). Der Schriftsteller kam im Juli 1949 zum ersten Mal aus dem Exil nach Deutschland, um zwei Goethe-Preise entgegenzunehmen. Morddrohungen begleiteten den Besuch. "Gefuehl, als ob es in den Krieg ginge", notierte Thomas Mann (1875-1955) am 23. Juli 1949 in sein Tagebuch. Um seine Person tobte im Nachkriegsdeutschland eine Kontroverse, bei der es um den Umgang der Deutschen mit der NS-Zeit ging, um Schuld, Verantwortung und Verdraengung. (Siehe epd-Feature vom 08.07.2024)

Jene Zone der Erotik, in der das allgültig geglaubte Gesetz der Geschlechterpolarität sich als hinfällig erweist: der Schriftsteller Thomas Mann (1875—1955).

Fritz Eschen/epd