Neues Kunstmuseum Tübingen
: Boris Palmer diskutiert mit „Frei.Wild“-Sänger Philipp Burger

Die Südtiroler Band „Frei.Wild“ ist umstritten. Ihr Sänger Philipp Burger, der eine Vergangenheit in der rechtsradikalen Szene hat, kommt am 7. Oktober nach Tübingen ins Neue Kunstmuseum. Er stellt sein Buch vor – und diskutiert mit Boris Palmer.
Von
Moritz Siebert
Tübingen
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"Frei.Wild"-Sänger Philipp Burger und der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer

Im Oktober gemeinsam auf der Bühne in Tübingen: „Frei.Wild"-Sänger Philipp Burger (links) und der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer.

Jan Woitas/dpa/Carolin Albers (Archiv)
  • Philipp Burger stellt am 7. Oktober sein Buch „Freiheit mit Narben“ im Neuen Kunstmuseum vor.
  • Danach diskutiert der „Frei.Wild“-Sänger mit Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen.
  • Das Buch thematisiert Burgers Jugend in der rechten Szene und seine Abkehr davon.
  • Tickets sind verfügbar und kosten zwischen 30 und 40 Euro – Beginn ist um 19 Uhr.
  • „Frei.Wild“ ist eine erfolgreiche Deutschrock-Band aus Südtirol und häufig umstritten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In seinem Buch „Freiheit mit Narben“ erzählt Philipp Burger, Kopf der Band „Frei.Wild“, von seiner Jugend in der rechten Szene Südtirols – und wie er sich davon löste. Am 7. Oktober (19 Uhr) stellt Burger sein Buch bei einer musikalischen Lesung in Tübingen im Neuen Kunstmuseum (NKT) vor. „Eine Geschichte über Irrwege, innere Kämpfe und die Frage, ob eine Gesellschaft zweite Chancen gewährt“, so beschreibt der Veranstalter die Biografie. Anschließend steht ein Talk mit Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, auf dem Programm. Ein Gespräch zwischen zwei Männern, „die wissen, was es bedeutet, anzuecken“, kündigt das Museum auf seiner Homepage an. Die Tickets sind bereits erhältlich und kosten zwischen 30 und 40 Euro.

„Frei.Wild“ ist eine italienische Deutschrock-Band aus der Gemeinde Brixen in Südtirol. Mit mehreren Gold- und Platin-Auszeichnungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zählt die Gruppe zu den erfolgreichsten Vertretern des Genres. Im Jahr 2013 war „Frei.Wild“ für den deutschen Musikpreis Echo nominiert, wurde aber von der Nominierungsliste gestrichen, nachdem andere Bands mit Boykott gedroht hatten. 2016 gewann sie die Auszeichnung schließlich, die es seit 2018 nicht mehr gibt. Häufiger Kritikpunkt an den Texten von „Frei.Wild“ ist die starke Betonung von Heimat, Volk und Identität, insbesondere bezogen auf Südtirol. Im Song „Wahre Werte“ heißt es etwa: „Wann hört ihr auf, eure Heimat zu hassen? / Wenn ihr euch ihrer schämt, dann könnt ihr sie doch verlassen.“

Philipp Burger war, bevor er „Frei.Wild“ gründete, Sänger der Rechtsrock-Band Kaiserjäger. In seiner Autobiografie reflektiert er seine Zeit in der Skinhead-Szene und distanziert sich von extremistischem Gedankengut.