Kulturförderung für junge Erwachsene: Letzte Chance für 18-Jährige – 200 Euro durch Kulturpass noch einlösbar

Kulturpass
Osiandersche Buchhandlung- Kulturpass bietet 200 Euro für kulturelle Aktivitäten für die Jahrgänge 2005 und 2006.
- Nutzung der Kulturpass-App erfordert eID, Angebot durch Staatsministerin Petra Roth initiiert.
- Nachfrage nach der App blieb hinter Erwartungen zurück; Osiander und Thalia erinnern daran.
- Programm auf diese Jahrgänge beschränkt, finanzielle Gründe vermutet.
- Zukunft des Kulturpasses unter neuer Regierung ungewiss.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit März letzten Jahres können junge Menschen der Jahrgänge 2005 und 2006 über die Kulturpass-App 200 Euro, die sie innerhalb von zwei Jahren für kulturelle Angebote wie Konzert- oder Museumsbesuche, Kinokarten, Bücherkäufe oder den Kauf von Musikinstrumenten und dergleichen ausgeben können. Dafür benötigen sie ihre eID. Kulturanbietende können sich auf der KulturPass-Plattform registrieren und ihre Veranstaltungen sowie Kulturprodukte dort zur Verfügung stellen. Das von Staatsministerin Petra Roth initiierte Programm wurde während der Corona-Epidemie erfunden, die viele Jugendliche isolierte - wäre aber auch ohne Corona eine gute Idee gewesen. Die Affinität vieler Jugendlicher zur Kultur ist nicht besonders groß, beschränkt sich oft auf entsprechende Beiträge in sozialen Medien. Allerdings blieb die Nachfrage nach der App bislang hinter den Erwartungen zurück, auch die Zahl der Kulturinstitutionen, bei denen man mit dem Kulturpass einkaufen konnte, war überschaubar, was auch an den Startschwierigkeiten der App lag, wie wir bei einer Recherche über die App-Nutzung in der Region vor zwei Jahren herausfanden.
Nun versuchen zwei, bei denen man schon damals problemlos mit der App einkaufen konnte, den Kulturpass nochmal in Erinnerung zu rufen: Die geschäftlich miteinander verbundenen Buchhandlungen Thalia und Osiander. Beide haben eine Partnerschaft mit der Stiftung Digitale Chance, die als operative Umsetzungspartnerin der Bundesregierung für Kultur und Medien agiert. Warum das Angebot nur einmalig für die Jahrgänge 2005 und 2006 aufgelegt wurde, ist eine Frage, die sich nur damit beantworten lässt, dass man es wohl begrenzen musste, um es sich finanziell leisten zu können. Die soeben volljährig und damit auch geschäftstüchtig gewordene Altersgruppe schien sich da am besten zu eignen. Dieses Jahr werdende Jugendliche kommen allerdings schon nicht mehr in den Genuss der Vorteile. Wie lange es den Kulturpass unter einer neuen Regierung noch gibt, wird sich zeigen. Auch deshalb gilt: Noch kann man die 200 Euro liegen lassen oder nutzen, eines Tages wird das vorbei sein. Wieviele Menschen bei Osiander bisher mit dem Kulturpass eingekauft haben, war von der Buchhandlung bei einer Nachfrage nicht zu erfahren, Zahlen würden nicht kommuniziert. Mehr unter www.kulturpass.de