Jazz-Festival am Wochenende in Tübingen
: Junge Talente treffen auf international bekannte Stars

Am Freitag (11. September) und Samstag (12. September) ist in der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen wieder das Jazz-Festival „Conversations“ mit ungewöhnlichem Konzept. Ein Blick auf das Programm.
Von
Moritz Siebert
Tübingen
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Olivia Trummer ist zwar mittlerweile weltbekannt, kommt aber eigentlich aus Süddeutschland und studierte an der Musikhochschule Stuttgart.

Olivia Trummer ist mittlerweile weltbekannt – und spielt in Tübingen im Vorprogramm.

Dovile Sermokas
  • Jazz-Festival „Conversations“ findet am Freitag und Samstag in Tübingen statt.
  • Konzept: Stars spielen solo im Vorprogramm, der Nachwuchs übernimmt als Headliner.
  • Freitag beginnt Matthias Schriefl, danach tritt das Yoshi Tschira Quartett auf.
  • Samstag eröffnet Olivia Trummer – anschließend spielt das Trio Threeamisu.
  • Beide Abende starten um 20 Uhr, Infos und Tickets auf www.jazzclub-tuebingen.de.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Jazzclub Tübingen und die Hochschule für Kirchenmusik veranstalten wieder gemeinsam das Festival „Conversations – Jazz im Dialog“ in der Hochschule in der Gartenstraße. Nach bewährtem Konzept: An zwei Abenden spielen zwei Acts. Ungewöhnlich: Die Hauptacts, international renommierte Künstler, treten im Vorprogramm mit Solokonzert auf, der Nachwuchs folgt als Headliner. Am Ende dann, auch das gehört zum Konzept des Festivals, musizieren beide Acts gemeinsam. Die Idee für die umgekehrte Reihenfolge sei schon etwas älter, erzählt Patrick Bebelaar, Professor für Jazz und Pop an der Tübinger Hochschule für Kirchenmusik. Als 19-Jähriger habe er ein Konzert des Gitarristen Pat Metheny besucht. Der, so Bebelaar, habe sich am Abend spontan  entschieden, als erstes auftreten zu wollen, um sich anschließend in Ruhe den ursprünglich für das Vorprogramm gebuchten Act anhören zu können. Für das Publikum sei das „eine Erziehungsmaßnahme“ gewesen, sagt Bebelaar.

Nun geht das Tübinger Festival in die zwölfte Auflage. Am Freitag (11. September) beginnt Matthias Schriefl – Virtuose unter anderem an Trompete, Flügelhorn und Tuba. Er kombiniert Jazz mit musikalischen Traditionen aus aller Welt und hat dabei einen speziellen Fokus auf den alpinen Raum. 2023 und 2025 gewann Schriefl den Deutschen Jazzpreis als Blechbläser des Jahres. In Tübingen tritt er auf mit dem Yoshi Tschira Quartett. In ihrem Programm verweben die jungen Musiker Kompositionen europäischer und amerikanischer Vorbilder, inspiriert unter anderem von Wolfgang Muthspiel, Ambrose Akinmusire und Kurt Rosenwinkel.

Das Festival hat den Anspruch, Nachwuchs zu unterstützen. „Wir haben keinen Jugendwahn“, versichert Martin Trostel vom Jazzclub. Das Profil „Jung trifft Alt“ sei aber ein bisschen erweitert worden. Trostel verweist dabei auf den zweiten Abend (Samstag, 12. September), an dem die Pianistin und Sängerin Olivia Trummer eröffnet und die, so Trostel, noch vor wenigen Jahren als Nachwuchs-Künstlerin hätte auftreten können. Nun kommt sie als international renommierte Größe nach Tübingen. Auf ihrem neuen Album „Like Water“ verbindet sie Jazz und Broadway-Songs, klassische Musik und Improvisation. Anschließend spielt das Trio Threeamisu mit Max Treutner (Saxofon), Oz Yehiely (Bass) und Felix Wolf (Schlagzeug). „Energiegeladene Eigenkompositionen, klare Motive, kantige Themen und hochdynamisches Interplay“: So charakterisiert der Veranstalter die Musik des Trios. Einflüsse gibt es aus US-geprägtem und europäischem Jazz.

Infos zu den Konzerten

Die beiden Konzertabende des Festivals „Conversations – Jazz im Dialog“ in der Hochschule für Kirchenmusik in der Gartenstraße 12 beginnen jeweils um 20 Uhr. Ticketreservierungen und weitere Informationen auf www.jazzclub-tuebingen.de.