Neckar-Alb-Wohnhäuser im Visier
: 60 Einbrüche – Polizei schnappt Bande in Tübingen

Die Polizei hat am Mittwochabend in Tübingen eine mutmaßliche Einbrecherbande geschnappt. Drei Tatverdächtige, die im Zollernalbkreis sowie in den Kreisen Tübingen und Reutlingen aktiv gewesen sein sollen, sitzen in Untersuchungshaft.
Von
Hans-Jörg Schweizer
Tübingen/Balingen
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Polizei Handschellen - Symbolbild

Drei mutmaßliche Einbrecher hat die Poliztei in Tübingen festgenommen (Symbolbild).

Marcus Brandt/dpa
  • Polizei nimmt in Tübingen drei mutmaßliche Einbrecher fest – alle in U-Haft.
  • Ermittler sehen Bande seit September 2025 aktiv, Schwerpunkt Balingen.
  • Rund 60 Einbrüche in mehreren Kreisen, Spuren auch in Metzingen gesichert.
  • Zugriff nach Einbruch in Reutlingen: Flucht im Opel, Fahndung stoppt Auto in Tübingen.
  • Der 32-Jährige soll Fahrzeuge angemietet haben und Unterschlupf geboten haben.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Einen Erfolg bei der Bekämpfung der Eigentumskriminalität meldet eine auf Wohnungseinbrüche spezialisierte Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei in Tübingen: Drei mutmaßliche Einbrecher wurden am Mittwochabend in Tübingen festgenommen.

Die drei Männer im Alter von 28, 32 und 42 Jahren sollen sich laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft Hechingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen seit September 2025 zu einer Bande zusammengeschlossen haben, um sich mit Einbrüchen in Wohnhäuser „eine auf Dauer angelegte Einnahmequelle zu verschaffen“.

Nach einem sprunghaften Anstieg bei den Wohnungseinbrüchen seit September 2025 mit Schwerpunkt in Balingen (Zollernalbkreis), hatten sich bei der Kripo „durch akribische Spurensuche und -sicherung“ Hinweise auf Tatzusammenhänge zu Einbrüchen in Rottenburg, Bodelshausen, Gomaringen, Albstadt, Villingendorf und Stuttgart ergeben.

Komplizen Unterschlupf gewährt

„Zeit- und personalintensive Ermittlungen führten schließlich auf die Spur des 42-Jährigen, der als Kopf der Bande gilt, und seiner beiden 28 und 32 Jahre alten Komplizen, von denen lediglich der 32-Jährige einen festen Wohnsitz in Tübingen hat“, so die Mitteilung. Die beiden anderen reisten nach derzeitigen Erkenntnissen zur Begehung von Straftaten ins Bundesgebiet ein, wo ihnen der 32-Jährige in seiner Wohnung Unterschlupf gewährte. Er koordinierte demnach auch die Anmietung der Fahrzeuge, mit denen die Bande auf Einbruchstour ging.

Ende Februar 2026 riss die Einbruchsserie – mutmaßlich nach Ausreise des 42- und des 28-Jährigen – plötzlich ab. Am 24. und 25. April sicherten die Ermittler aber erneut bei zwei versuchten Wohnungseinbrüchen in Metzingen Spuren, die auf die Bande hindeuteten. Bei einem Wohnungseinbruch am Mittwochabend (29. April 2026) gegen 21.30 Uhr im Steinäckerweg in Reutlingen wurden die beiden Männer von den anwesenden Wohnungsinhabern überrascht und flüchteten mit einem wiederum mutmaßlich von dem 32-Jährigen angemieteten Opel über die B28 Richtung Tübingen.

Spezialkräfte greifen in Tübingen zu

Im Verlauf der Fahndung konnte die Polizei mit Unterstützung von Spezialkräften des Polizeipräsidiums Einsatz den Opel im Tübinger Stadtgebiet anhalten und die beiden mutmaßlichen Einbrecher sowie in der Folge auch den 32-Jährigen in Tübingen vorläufig festnehmen.

Die drei georgischen Staatsangehörigen, die nach derzeitigem Stand für rund 60 Wohnungseinbrüche mit Schwerpunkt im Zollernalbkreis sowie in den Kreisen Reutlingen, Tübingen, Rottweil und Stuttgart als Tatverdächtige infrage kommen, wurden am Donnerstagmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Hechingen vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehle und setzte sie in Vollzug. Alle drei wurden in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

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