Kreissparkasse Tübingen: Gutes Jahr trotz schwieriger Bedingungen

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Tübingen Hans Lamparter (links) und Vorstandsmitglied Michael Kreh.
Kreissparkasse Tübingen/Sabrina de Sousa Faria- Kreissparkasse Tübingen spendete 2024 900.000 Euro.
- Trotz schwieriger Bedingungen erzielte sie positive Geschäftsergebnisse.
- Zinsüberschuss: 126,7 Mio. Euro; Aufwand: 91,5 Mio. Euro.
- Baufinanzierungsgeschäft und digitale Angebote stark gefragt.
- Kundeneinlagen stiegen um 150 Mio. Euro auf 4,6 Mrd. Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Geopolitische Spannungen, kriegerische Auseinandersetzungen und eine anhaltend schwache heimische Konjunktur: Die Rahmenbedingungen waren 2024 auch für die Kreissparkasse Tübingen herausfordernd. Dennoch sei die Geschäftsentwicklung des größten Kreditinstituts im Kreis mit seinen 34 Geschäftsstellen und 875 Mitarbeitern eine positive gewesen, ist einer Pressemitteilung zu entnehmen. Die Kreissparkasse erzielte demnach einen Zinsüberschuss von 126,7 Millionen Euro (Vorjahr: 131,7 Millionen Euro) und ordentliche Erträge in Höhe von 37,2 Millionen Euro (36,8 Millionen Euro).
Der Aufwand habe sich durch Lohnkostensteigerungen, höhere Verwaltungskosten und Investitionen in die Infrastruktur auf 91,5 Millionen Euro (82,3 Millionen Euro) erhöht. Der Jahresüberschuss liege mit etwa 2,5 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Dabei seien 16,1 Millionen Euro Steuern (13,6 Millionen Euro) berücksichtigt. Die Bilanzsumme habe sich leicht erhöht auf 6,49 Milliarden – nach 6,27 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Kreditvolumen sei im Jahr 2024 um 0,1 auf knapp 4,8 Milliarden Euro gestiegen.
1,1 Milliarden Euro Wertpapiervermögen
Positiv sei das Baufinanzierungsgeschäft mit Privatkunden gelaufen: Seien es 2023 noch 186 Millionen Euro gewesen, habe das Neugeschäft 2024 mit 255 Millionen Euro deutlich darüber gelegen. Deutlich verhaltener dagegen: die Nachfrage nach Investitionskrediten des Mittelstands und Handwerks. Dafür verantwortlich: Unsicherheiten aufgrund einer lahmenden Konjunktur sowie globaler Spannungen und deutlich gestiegene Lohn- und Materialkosten. Nach einem Rückgang der Kundeneinlagen 2023 hätten die Einlagen 2024 um knapp 150 Millionen Euro auf 4,6 Milliarden Euro zugelegt. Auch die Zahl der Girokonten sei gestiegen – von 129.648 auf 132.770. Das betreute Wertpapiervermögen habe 1,1 Milliarden Euro betragen.
Bausparen sei ebenfalls gut nachgefragt worden. Der Absatz habe bei knapp 80 Millionen Euro und damit 9 Millionen Euro über dem Vorjahr gelegen. Das Ergebnis von 98 Immobilienvermittlungen 2023 habe im Jahr 2024 mit 129 Vermittlungen deutlich übertroffen werden können. Ebenso sei das Versicherungsgeschäft ausgebaut worden: Der Versicherungsbestand sei um 1398 Verträge auf 42.374 Versicherungsverträge gestiegen. In stark zunehmendem Maße seien auch die digitalen Angebote gefragt gewesen. 93.554 nutzten demnach das Online-Banking (Vorjahr: 89.208).
Dank der positiven Geschäftsentwicklung habe das Engagement der Kreissparkasse ausgebaut werden können. Der Etat für Spenden und Sponsoring-Maßnahmen stieg auf 904.000 Euro an – ein Plus von 23,6 Prozent.