Kreispolitik
: Tübingens Landrat Joachim Walter kündigt Rückzug an

Paukenschlag in Tübingens Kreispolitik: Landrat Joachim Walter verkündete seinen Rückzug. Damit bleibt seine dritte Amtszeit unvollendet. Was die Gründe dafür sind.
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ST
Tübingen
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Joachim Walter: 21.10.2024, Baden-Württemberg, Bruchsal: Joachim Walter, der Landrat von Tübingen und Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, aufgenommen bei der Landkreisversammlung Baden-Württemberg zum Thema Fluchtmigration und Integration. Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Joachim Walter, der Landrat von Tübingen und Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, hat seinen Rückzug als Landrat angekündigt. (Archivfoto)

Bernd Weißbrod/dpa
  • Landrat Joachim Walter kündigt Rückzug zum 30. September 2025 an.
  • Nach 22 Jahren im Amt und 12 Jahren als Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg.
  • Rückzug wegen gesundheitlicher Belastung durch Doppelrolle.
  • Ankündigung erfolgte am Ende der Kreistagssitzung am 11. Dezember 2024.
  • Joachim Walter beantragte Versetzung in den Ruhestand.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Ende der Kreistagssitzung am Mittwochabend (11. Dezember 2024) informierte Tübingens Landrat Joachim Walter darüber, dass er zum 30. September 2025 um seine Versetzung in den Ruhestand gebeten habe, zwei Jahre früher als geplant.

Die Überraschung zum Ende der Kreistagssitzung am Mittwoch war groß: Offenbar wusste kaum jemand vorab, dass Tübingens Landrat Joachim Walter vorzeitig sein Amt aufgeben will. Zur Begründung sagte der 64-jährige CDU-Politiker, dass er seine Ämter als Landrat und als Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg nicht mehr mit der Kraft auszuüben vermöge, die erforderlich sie, um seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.

Insbesondere die letzten zehn Jahre hätten ihn viel Kraft gekostet, so Walter weiter. Inzwischen sei er zur Erkenntnis gelangt, dass er sich mehr um seine Gesundheit kümmern müsse. Deshalb habe er am Montag dieser Woche beim Regierungspräsidenten seine Versetzung in den Ruhestand beantragt. Diese Entscheidung sei für ihn nicht leicht gewesen, aus seiner Sicht habe dazu aber keine Alternative bestanden, sagte der Landrat.

Walter wurde im Juni 2003 erstmals zum Chef der Tübinger Kreisverwaltung gewählt. Am 25. Juli 2019 erhielt er 54 von 62 Stimmen für eine dritte Amtszeit, die regulär noch bis ins Jahr 2027 angedauert hätte. Seit Juli 2013 führt er zusätzlich den Landkreistag. Bevor Walter 1991 seine Laufbahn im öffentlichen Dienst als Amtsleiter beim Zollernalbkreis begann, war er als Rechtsanwalt in Freiburg tätig.

Er gehe davon aus, dass der Kreistag noch vor der Sommerpause im nächsten Jahr einen Nachfolger wählen werde, kündigte Walter an. Die ersten Reaktionen der Kreistagsmitglieder waren von Überraschung und teils auch Betroffenheit geprägt.