Kreise Tübingen/Böblingen: ASG: Zuwachs für Wasserversorger

Schwäbisches Tagblatt
.De r Klimawandel macht es nötig: Bisher hat sich Hildrizhausen selbst mit Trinkwasser versorgt. Doch die Hitzesommer in den vergangenen Jahren brachten die Quellen im Schönbuch an ihre Grenzen. Jetzt geht die Gemeinde aus dem Landkreis Böblingen den Weg, den vor ihr schon 14 andere Kommunen aus den Kreisen Tübingen und Böblingen gingen: Sie schließt sich der am 20. Januar 1926 gegründeten Ammertal-Schönbuchgruppe (ASG) an, um die wachsende Bevölkerung sicher mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.
Der Zweckverband mit Sitz in Holzgerlingen und dem Wasserwerk in Poltringen hat verschiedene Brunnen im Neckar- und Ammertal und bezieht außerdem Trinkwasser aus dem Bodensee. Künftig wird die ASG Wasser mit einem Umfang von 70000 Kubikmetern im Jahr oder 5 Liter pro Sekunde an einem Spitzentag an die Haushalte in Hildrizhausen liefern.
Wie die ASG mitteilt, muss für die Trinkwasserversorgung des neuen Mitglieds eine fünf Kilometer lange Transportleitung vom Golfplatz in Holzgerlingen nach Hildrizhausen verlegt werden. Der Anschluss an das ASG-Netz bringt Investitionen in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro mit sich. Der ASG-Verbandsvorsitzende und Böblinger Oberbürgermeister Dr. Stefan Belz sowie Hildrizhausens Bürgermeister Matthias Schöck haben jetzt die dazu nötigen Vereinbarungen unterschrieben. Die Partner erhoffen sich einen finanziellen Zuschuss von 25 Prozent.
Wenn das Land den Förderantrag bewilligt, soll Ende des Jahres mit dem Bau begonnen werden. Die Inbetriebnahme ist für 2023 geplant. Mehr als 95 Prozent der neuen Trinkwasserleitung werden in bestehenden öffentlichen Verkehrs- und Feldwegen eingelegt. Damit können in der Bauphase die Beeinträchtigungen für Grundstückseigentümer, Landwirtschaft und Naturschutz so gering wie möglich gehalten werden. Zudem lasse sich so eine möglichst kurze Bauzeit realisieren, heißt es in der Mitteilung.