Kreis Tübingen · Kriminalität: Betrüger mit Corona-Masche

Schwäbisches Tagblatt
.Kriminelle haben die Corona-Krise als erträgliche Einkommensquelle entdeckt und versuchen auf perfide Weise, ältere und gutgläubige Menschen zu betrügen. Davor warnt derzeit der Opferschutzverband „Weißer Ring“. Dabei nutzen die Trickbetrüger die aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie geschickt aus, um ihren kriminellen Aktivitäten verstärkt nachzugehen. Der Weiße Ring warnt unter anderem vor drei Maschen:
So berichtet etwa am Telefon ein vermeintlicher Enkel, er habe sich mit dem Coronavirus infiziert, liege im Krankenhaus und bräuchte dringend Geld für die teuren Medikamente - die Spielarten des (Enkeltrick-) Betruges am Telefon sind vielseitig. Deswegen ist bei unbekannten Anrufern, die Geld fordern, stets Vorsicht geboten.
Fall Zwei berichtet von betrügerischen Online-Shops, die mit vermeintlichen Angeboten von Gütern wie Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel Kunden locken - und zudem oft Vorauszahlung verlangen. Kriminelle fälschen dabei sogar Internetshops von bekannten und real existierenden Firmen.
Variante Drei ist eine Abwandlung des früheren „Handwerker-Tricks“: Dabei klingeln Kriminelle an der Tür und geben sich als Fachleute aus, die das Haus hinsichtlich des Virus überprüfen und gegebenenfalls desinfizieren müssen. Trickbetrüger schlüpfen dabei in jede erdenkliche Rolle, um ältere Menschen an der Haustür zu betrügen. Die Unterschrift oder das Bargeld sind ihr Ziel, oder die Möglichkeit, ins Haus zu gelangen.