Kreis Tübingen · Integration: Fit für Schule und Beruf

Schwäbisches Tagblatt
.18 junge Berufsschüler aus verschiedenen Herkunftsländern haben jüngst die aktuellen Sommerferien dazu genutzt, im Rahmen eines freiwilligen Intensiv-Sprachkurses ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Das meldet das Landratsamt Tübingen in einem Bericht seiner Abteilung für Jugend.
Die jungen Leute hätten damit, so der Kreis, die freie Zeit vorbildlich genutzt, „ihre Möglichkeiten für ihren weiteren schulischen oder beruflichen Weg zu verbessern“. Das aktuelle Kursangebot fußt auf einer Kooperation zwischen dem Landkreis Tübingen, seiner Beruflichen Schulen und der Volkshochschule Tübingen.
Die jungen Sprachkursteilnehmer stammen aus Afghanistan, der Ukraine, Russland, dem Kongo, der Türkei, Somalia und Syrien. Alle werden im neuen Schuljahr einen weiterführenden beruflichen Bildungsgang besuchen oder eine Ausbildung beginnen - nach Abschluss des Intensivsprachkurses mit verbesserten Deutschkenntnissen. Während ihrer Sommerferien haben sie freiwillig montags bis freitags täglich sechs Unterrichtseinheiten an der Volkshochschule Tübingen absolviert. Der jetzt abgeschlossene Kurs endet mit einer Prüfung für das B2-Niveau.
Kooperation mit anderen
Die Initiative für den Kurs stammt von Svea Sellge von der Jugendberufshilfe der Abteilung Jugend im Landratsamt Tübingen. Die Jugendberufshilfe ist die Fachberatungs- und Kontaktstelle bei Fragen zum Übergang von Schule in Ausbildung und Beruf. Aus Gesprächen mit Lehrkräften und Schülern an den Beruflichen Schulen ergab sich der Bedarf an Möglichkeiten für die Schüler, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern.
Die Integrationsbeauftragte des Landkreises Tübingen, Barbara Tomforde, fand in der Volkshochschule Tübingen einen Anbieter und kümmerte sich um Fördermöglichkeiten durch das Land. Viola Röder - Fachbereichsleitung für Deutsch an der Volkshochschule Tübingen - fand Lehrkräfte, die bereit waren, während der Sommerferien zu unterrichten. In einer gemeinsamen Informationsveranstaltung konnten sich interessierte Schüler über das Kursangebot informieren und sich anschließend auf freiwilliger Basis anmelden.
Nun haben die jungen Migranten nach Angaben des Landratsamts gute Voraussetzungen, ihren Ausbildungsvorbereitungs-Bildungsgang im zweiten Jahr weiterzuführen, eine Ausbildung zu beginnen oder ihren Realschulabschluss zu schaffen.