Kreis Tübingen
: Glatteisunfälle im Minutentakt: „So viele Streifen haben wir gar nicht“

Polizei und weitere Einsatzkräfte hatten am Montagmorgen alle Hände voll damit zu tun, zu mehr als 120 Glatteisunfällen in der ganzen Region Neckar-Alb auszurücken.
Von
hz
Kreis Tübingen

Archivbild: Erich Sommer

Nicht gesetzt

„Die Notrufe kamen im Minutentakt rein“, berichtet Martin Raff von der Polizeipressestelle. „In der Zeit zwischen 5.15 und 9 Uhr hatten wir rund 120 glättebedingte Unfälle - verteilt auf alle vier Landkreise.“ Das Polizeipräsidium Reutlingen ist neben den Kreisen Tübingen und Reutlingen auch für den Zollernalbkreis und den Landkreis Esslingen zuständig. Angesichts der großen Zahl an Glatteisunfällen am Moorgen werde die Polizei wohl auch nicht dazu kommen, die Tagesunfallstatistik getrennt nach Landkreisen aufzuschlüsseln, so Raff am Montagmittag.

„Am Morgen hatten wir zeitweise 60 Unfälle gleichzeitig offen“, berichtet Raff. „So viele Streifen haben wir gar nicht.“ Die Kollegen seien aber so rasch wie möglich von einem Unfallort zum nächsten gefahren. Es habe nur vereinzelt Verletzte gegeben, manche wurden auch schwerer verletzt (siehe Verkehrsunfall mit vier Fahrzeugen auf der B27). „Ganz überwiegend gab es aber Blechschäden“, so Raff. Insgesamt dürfte die Schadenshöhe weit im sechsstelligen Bereich liegen.

Verletzungen noch unbekannten Ausmaßes zog sich beispielsweise eine 44-Jährige beim Sturz von ihrem Fahrrad in der Hechinger Straße in Tübingen zu. Sie stürzte gegen 8.20 Uhr auf glatter Straße. Der Rettungsdienst brachte sie ins Krankenhaus.

Leicht verletzt wurde auch ein E-Scooter-Fahrer in der Tübinger Ebertstraße, der gegen 6.50 Uhr am Sternplatz auf glattem Asphalt stürzte. Auch der 55-Jährige wurde vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in eine Klinik gebracht.

Mit steigenden Temperaturen im Laufe des Montagvormittags nahm dann auch die Unfallhäufigkeit deutlich ab und die Lage für die Einsatzkräfte entspannte sich.