Klima-Aktion in Tübingen
: Radelnd und klingelnd für mehr Klimaschutz

Rund 100 Leute fordern auf einer von Fridays For Future und Critical Mass organisierten Fahrrad-Demo mehr Klimaschutz. Vor dem Parteibüro der SPD hissen sie ein Banner.
Von
Lilia Steinmetz
Tübingen
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„Die Welt brennt, die Politik pennt – Keine Koalition ohne Klima“: Mit einem Banner protestieren die Demo-Teilnehmer gegen den Kurs der SPD in der Klimapolitik.

Nicht gesetzt
  • Rund 100 Personen demonstrierten in Tübingen für mehr Klimaschutz, organisiert von Fridays For Future und Critical Mass.
  • Die Demonstranten kritisierten den Klimakurs der SPD und hissten ein Protestbanner vor deren Parteibüro.
  • Aktivisten fordern eine bessere Klimapolitik und mehr Maßnahmen für Radfahrer.
  • Trotz Ernüchterung bleibt der Einsatz für sozialgerechten Klimaschutz bestehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Wir brauchen eine Politik, die uns zurück in die Zukunft bringt“, fordert Amelie Sauter von Fridays For Future. Die Fahrrad-Demo durch Tübingen am Freitagabend steht im Zeichen des Koalitionsvertrages: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kritisieren, dass der Klimaschutz darin zu kurz komme. „Es ist nicht so, dass morgen die Welt untergeht“, zitiert Sauter eine Aussage von Friedrich Merz aus dem Jahr 2023. Sauter meint: „Nein, Herr Merz, die Welt geht schon heute unter.“ Darum hält Johannes Reimsch von Fridays For Future und Critical Mass fest: „Wer Politik ohne Klimaschutz macht, macht Politik an der Realität vorbei“.

Von der SPD sind die Demonstranten enttäuscht – diese hätte sich mehr für Klimaschutz einsetzen müssen, heißt es. Aus Protest befestigen sie ein Banner vor dem SPD-Büro, auf dem steht: „Die Welt brennt, die Politik pennt – Keine Koalition ohne Klima“.

Auch im grünen Tübingen sei so eine Demonstration wichtig, findet Aktivistin Gabi Kaiser. „Unsere Verpflichtung für eine gute Zukunft geht über Tübingen hinaus. Es ist wichtig, jetzt Druck von unten aufzubauen.“ Ihr Begleiter stimmt zu: „Tübingen kann keine Insel sein in einer Welt, die bedroht ist.“

Einer der Teilnehmer nimmt seit 20 Jahren an Veranstaltungen von Critical Mass teil. „Es muss mehr für Radfahrer getan werden“, findet er und beklagt Schlaglöcher in Radwegen und unpraktische Kurven zum Auf- und Abfahren. Der Kusterdinger hat kein Auto, er fährt überall mit dem Fahrrad hin.

Bei manchen Demonstranten herrscht Ernüchterung. „Der Drops ist geluscht”, sagt einer. Klimaschutz spiele kaum noch eine Rolle, notwendige Entscheidungen würden nicht getroffen. Dennoch geben sie nicht auf. „Auch wenn es gerade nicht leicht ist, Klimaaktivist zu sein, stehen wir weiter für einen sozialgerechten Klimaschutz sein”, ruft Reimsch.