Katastrophenmedizin: Bundesverdienstkreuz für den Tübinger Arzt Robert Wunderlich

Der Tübinger Arzt Robert Wunderlich (links) erhält in seiner Geburtsstadt von Harry Mergel, Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn, den Bundesverdienstorden überreicht.
Simon Wolter- Robert Wunderlich, Tübinger Anästhesist, erhält Bundesverdienstkreuz für humanitäre Hilfe.
- Ehrung für Verdienste in Ostafrika und nationale sowie internationale Katastrophenmedizin.
- Gründer des Vereins „Schenke eine Ziege“, der Familien in Uganda unterstützt.
- Engagiert sich für Katastrophenmedizin und digitale Ersthelfer-Systeme in Tübingen.
- Lehrt und forscht seit Jahren im Bereich Notfall- und Katastrophenmedizin.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Robert Wunderlich, Oberarzt der Tübinger Universitätsklinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin, wurde für sein herausragendes Engagement mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Bei unter 40-Jährigen ist die Verdienstmedaille die höchstmögliche Stufe des Verdienstordens. Die Ehrung überreichte ihm Oberbürgermeister Harry Mergel im Namen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier am 19. November in seinem Geburtsort Heilbronn. Die Auszeichnung würdigt insbesondere sein langjähriges humanitäres Wirken in Ostafrika sowie seine Verdienste in der nationalen und internationalen Katastrophenmedizin.
2006 gründete Wunderlich den gemeinnützigen Verein „Schenke eine Ziege“. Der Verein unterstützt Familien in Uganda durch Gesundheits-, Bildungs- und Einkommensprojekte. Bis heute konnten sich hunderte Kleinbauernfamilien durch das Engagement des Vereins und der ugandischen Partnerorganisation eine Lebensgrundlage schaffen und sich eine selbstbestimmte Zukunft aufbauen (siehe die Infobox). Parallel dazu hat der 39-Jährige in Tübingen den Bereich der Katastrophenmedizin klinisch und akademisch maßgeblich gestaltet und ausgebaut.
„Einsatz für die Verletzlichsten – hier und weltweit“
„Dr. Wunderlich lebt, was moderne Medizin auszeichnet: Fachliche Exzellenz gepaart mit einem tiefen Verantwortungsbewusstsein für Menschen in Not“, sagt Prof. Jens Maschmann, Leitender ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Tübingen in einer Stellungnahme. Als Sprecher der Leitenden Notärzte im Landkreis Tübingen und Koordinator für internationale Katastropheneinsätze ist Wunderlich unter anderem für die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Auslandseinsatzteams des Arbeiter-Samariter-Bundes FAST und Humedica national und weltweit im Einsatz. Am Uniklinikum treibt er aktuell den Bereich Katastrophenmedizin voran – ein zukunftsweisendes Projekt angesichts zunehmender Krisen weltweit.
Medizinische Hilfe, wo sie am dringendsten gebraucht wird
Ob nach Naturkatastrophen, in Epidemiegebieten, als Notarzt oder am OP-Tisch – Wunderlich bringt Menschen weltweite Unterstützung in akuten Notlagen. Für seine wissenschaftlichen Leistungen in der Katastrophenmedizin wurde er bereits mehrfach von der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin ausgezeichnet, in der er seit mehreren Jahren im Präsidium und mittlerweile auch im Vorstand als Schatzmeister tätig ist. Der Anästhesist und Master of Science in Disaster Medicine ist nicht nur ärztlich tätig, sondern lehrt und forscht seit vielen Jahren im Bereich Notfall- und Katastrophenmedizin an der Universität Tübingen, der Charité Berlin, dem Masterstudiengang „Katastrophenvorsorge und Katastrophenmanagement“ der Universität Bonn und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Mit seinem Engagement trägt er entscheidend dazu bei, Patientinnen und Patienten in Extremsituationen bestmöglich zu versorgen.
Schnelle Hilfe durch die Region der Lebensretter und Helfer vor Ort
Der Arzt war auch bei der „Region der Lebensretter“ – einem digitalen Ersthelfer-System. Als Notarzt weiß er, wie entscheidend die ersten Minuten nach einem Herz-Kreislauf-Stillstand sind. Deshalb unterstützt er die Einführung und Weiterentwicklung des App-gestützten Systems am Uni-Klinikum und im Kreis Tübingen. Sein Ziel: mehr geschulte Kräfte, die noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes Leben retten können. Dieses Ziel verfolgt er ebenso mit dem Helfer-vor-Ort System, für das er sich im DRK Ortsverein Ammerbuch einsetzt, damit sich bei Notfalleinsätze rund um seinen Wohnort die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes verkürzt.
Jetzt helfen – Bildung schenken
Eine Spende an den Verein Schenke eine Ziege unterstützt Kinder in Uganda dabei, zur Schule zu gehen und eine bessere Zukunft aufzubauen. Schon kleine Beträge können Großes bewirken. Mehr Informationen und Möglichkeiten, zu spenden oder ein Weihnachtsgeschenk zu erwerben unter www.Schenke-eine-Ziege.de
