Illegale Müllentsorgung in Tübingen: Bioabfall auf dem Acker und Windeln neben den Mülleimern

Nein, der Bioabfall bringt den Bauern nichts zum Düngen ihrer Felder (wie hier auf einem Feld von Hirschau Richtung Auwiesen). Es handelt sich dabei um illegale Müllentsorgung.
Privat- Illegale Müllentsorgung in Hirschau: Bioabfälle auf landwirtschaftlichen Flächen abgeladen.
- Entsorgt wurden Küchenabfälle, Gartenreste und Windeln – Gefahr für Boden und Grundwasser.
- Ortsvorsteher warnt: Bioabfälle dürfen nur in Biotonnen oder Sammelstellen entsorgt werden.
- Ordnungswidrigkeiten können mit Bußgeldern geahndet werden, Problem nimmt zu.
- Hinweise zu Ablagerungen sollen an die Verwaltungsstelle Hirschau gemeldet werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Müll sei schon lange ein Problem, sagt Ortsvorsteher Norbert Schnitzler – freilich nicht nur in Hirschau. Aber auch in dem Ortsteil kommen Menschen auf die Idee, ihren Hausmüll neben den öffentlichen Mülleimern abzustellen oder Sperrmüll an diverse Straßenecken zu stellen. An einer Stelle im Ort gibt es mittlerweile sogar einen größeren Container, damit nicht zu viel Müll in Hirschau herumliegt. Wo, will Schnitzler nicht in der Zeitung lesen, um keine Mülltouristen anzulocken.
Gefährdung für Boden und Grundwasser
„In Hirschau wurde schon alles Mögliche abgelegt“, sagt der Ortsvorsteher. Computer. Auch Windeln. „Manche Menschen haben vielleicht einfach einen zu kleinen Mülleimer“, so Schnitzler. Und vermutlich auch eine zu kleine Biotonne. In den vergangenen Tagen wurde auf mehreren landwirtschaftlichen Flächen im Gemeindegebiet widerrechtlich Biomüll abgeladen. Dabei handelt es sich unter anderem um Küchenabfälle, Gartenreste und andere organische Materialien, die offensichtlich aus privaten Haushalten stammen.
Schnitzler hat das Problem im Hirschauer Mitteilungsblatt publik gemacht, gleichwohl er natürlich weiß, dass es sich dabei vermutlich nicht um Unwissenheit handelt. „Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Ablagern von Abfällen – auch von vermeintlich biologischem Material – auf Feldern, Wegen oder öffentlichen Flächen verboten ist“, heißt es im Mitteilungsblatt. Und weiter: „Solche Handlungen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit Bußgeldern geahndet werden. Zudem gefährden sie Boden, Grundwasser und die landwirtschaftliche Nutzung der betroffenen Flächen.“
Die illegale Müllentsorgung sei zwar kein massives Problem in Hirschau, sagt Ortsvorsteher Schnitzler, „aber es nimmt eben doch zu“. Deshalb der Aufruf: „Bitte entsorgen Sie Ihren Biomüll ausschließlich über die dafür vorgesehenen Biotonnen oder Sammelstellen. Hinweise zu ordnungsgemäßer Entsorgung finden Sie auf der Internetseite: www.abfall-kreis-tuebingen.de.“ Und obwohl man in Hirschau kein Freund davon sei, sich auf die Lauer zu legen oder gar Belohnungen auf Hinweise auszusetzen, dennoch die Aufforderung: „Sollten Sie Beobachtungen zu den Ablagerungen gemacht haben, melden Sie diese bei der Verwaltungsstelle Hirschau. Vielen Dank. Nur gemeinsam können wir unsere Umwelt sauber halten.“
