Hochschulsport Tübingen
: Von Yoga am Hölderlinturm bis Flagfootball – das Unisportprogramm 2025

Welche neuen Sportarten der Hochschulsport Tübingen im Sommersemester 2025 anbietet, welche Meisterschaften stattfinden und wieso es kein Poledance mehr gibt.
Von
Ronja Engels
Tübingen
Jetzt in der App anhören
Turnen Weltcup - 48. Turnier der Meister: ARCHIV - 22.02.2025, Brandenburg, Cottbus: Turnen: Weltcup, Turnier der Meister: Die Hände einer Turnerin greifen um eine Stange des Stufenbarrens. (zu dpa: «Turn-Skandal: Staatsanwaltschaft durchsucht Objekte») Foto: Frank Hammerschmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mitte Juni richtet der Unischulsport Tübingen die Deutsche Hochschulmeisterschaft im Turnen in der Paul-Horn-Arena aus. Damit ist es eines von drei sportlichen Großveranstaltungen des Sommersemesters 2025.

Frank Hammerschmidt/dpa (Symbolbild)
  • Hochschulsport Tübingen bietet neue Sportarten im Sommersemester 2025: Flagfootball, Calisthenics, Freestyle Frisbee, Baseball, Yoga draußen.
  • Highlights: Tanzseminar mit Adrian Turner, Kali-Event mit Uli Weidle, Zumba-Party am 27. April.
  • Großveranstaltungen: Deutsche Hochschulmeisterschaften im Bouldern, Turnen und 100-Kilometer-Staffellauf.
  • Radcheck-Event und Radchallenge im Mai.
  • Anmeldung ab 15. April, maximal drei Kurse pro Person.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn eine Woche vor Ostern das Sommersemester startet, dann heißt das auch wieder: Zeit für den Hochschulsport. Dieser ist in Tübingen nicht nur Studentinnen und Studenten vorbehalten, sondern auch Beschäftigte der Universität sowie Externe können den Hochschulsport zu einem Aufpreis besuchen. Angestellte des Sportinstituts erarbeiten dafür stets ein neues Programm. Dieses geht am Dienstag, 8. April hier online und eine Woche später, am Dienstag, 15. April, ist die Anmeldung ab 17 Uhr möglich. Was gibt es im Sommersemester 2025 für Neuheiten und Highlights?

Neue Sportarten beim Hochschulsport Tübingen

Die kontaktarme Variante von American Football nennt sich Flagfootball und wird in Deutschland zunehmend populärer. Dieses Semester wird sie auch vom Tübinger Hochschulsport angeboten. Die Regeln der Varianz sind nahezu gleich zum Original – mit einem wichtigen Unterschied: Körperkontakt ist nicht erlaubt. Statt den eiförmigen Ball mittels Körpereinsatz – dem sogenannten Tackling – dem Gegner abzunehmen und dabei mitunter das Gegenüber zu Fall zu bringen, zieht der Verteidiger dem Ballbesitzer ein Fähnchen („Flag“) aus dem Gürtel, um ihn zu stoppen.

Seit letztem Semester wird Calisthenics angeboten: Bei dem Trend-Kraftsport wird sich keinerlei Hilfsmittel bedient, sondern ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht trainiert. Dadurch ist das Workout überall möglich. Klassische Übungen sind etwa Klimmzüge, Liegestütze oder Squats. Zusätzlich finden sich Elemente des Breakdance, Parcours und Turnen wieder. Der Begriff „Calisthenics“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „schöne Kraft“ – zusammengesetzt aus „kalos“ (schön, gut) und „sthenos“ (Kraft).

Raus aus der Turnhalle, rein ins Grüne heißt es erstmals bei Yoga am Hölderlinturm. Der Kurs findet zwei Wochen vor und zwei Wochen nach Pfingsten im Freien statt und geht auf die „Mental Health Days“ 2024 zurück, wo es bereits ein entsprechendes Angebot in der Bibliothek gab. Organisiert wurde dieser Kurs vom Studentischen Gesundheitsmanagement „BeTaBalance“ – benannt nach den beiden universitären Standorten Berg und Tal. Ab dem Sommersemester bietet „BeTaBalance“ zusätzlich eine Gesundheitssprechstunde in Eins-zu-Eins-Betreuung an.

Neu im Programm ist auch Freestyle Frisbee – eine Variante, bei der weniger als im „klassischen“ Ultimate Frisbee das punktorientierte Spiel im Vordergrund steht, sondern originelle Tricks und technische Finesse. Die Scheibe wird dabei etwa gegen die Drehung gedreht oder wippen gelassen, hinter dem Rücken entlang geführt oder auf Körperteilen entlang geleitet. Der amerikanische Gruppensport Baseball wird erstmals im Programm stehen, sowie ein Klettertreff für den Sommer.

Da sich das Angebot nach Verfügbarkeit der Dozierenden richte, fliege mitunter auch die ein oder andere beliebte Sportart aus dem Programm, erklärt Alexandra Kappler vom Organisationsteam des Hochschulsports. Deshalb wird etwa Poledance, artistisches Tanzen an einer sich drehenden Stange, dieses Semester nicht mehr angeboten.

Es gibt verschiedenste Tanz-Workshops

Highlights eines jeden Hochschulsport-Semesters sind Workshops und Großveranstaltungen. So können sich Studierende im Frühjahr auf ein Tanzseminar mit Ballett-Star Adrian Turner aus Stuttgart freuen: Der gebürtige Engländer wirkte als Tänzer, Schauspieler und Choreograf in europaweiten Produktionen mit und arbeitet seit 2010 für das Stuttgarter Ballett und gibt Kurse zu Tanzvermittlung und -pädagogik. Seit dem Wintersemester 2023/24 ist Turner Gastdozent an der Universität Tübingen.

Zudem wird der aus der Szene bekannte Uli Weidle aus Reutlingen ein Kali-Event anleiten. Die philippinische bewaffnete Kampfkunst hat eine mehr als 2000 Jahre alte Geschichte und dient ausschließlich der Selbstverteidigung. Der Reutlinger ist der erste Europäer, der vom sogenannten Stilbewahrer der Kali-Kunst, dem Grand Tuhon Gaje, mit dem höchsten Rang ausgezeichnet wurde und als erfahrenster Vertreter der philippinischen Kampfkunst seit 20 Jahren Nahkampfausbildung betreibt. Er leitet zudem das Reutlinger Kampfkunstzentrum.

Für beide Workshops stehen die genauen Daten noch nicht fest. Dagegen ist die Zumba-Party des Hochschulsports auf Sonntag, 27. April, von 18.30 bis 20 Uhr gelegt. Getanzt wird in der Sporthalle in der Albersstraße. Der Eintritt für Studentinnen und Studenten beträgt drei Euro, für Universitäts-Angehörige fünf Euro und für alle anderen sieben Euro.

Klettern, Laufen, Radeln

Außerdem stehen drei sportliche Großveranstaltungen der Universität Tübingen an: Die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Bouldern am Samstag, 17. Mai im Boulderzentrum B12 in Lustnau. Einen Monat später stehen in der Paul Horn-Arena die Deutschen Hochschulmeisterschaften im Turnen am 20. bis 22. Juni an. Der 100-Kilometer-Staffellauf ist am Samstag, 28. Juni. Startpunkt ist das Institut für Sportwissenschaft in der Wilhelmstraße.

Für Fahrradbegeisterte gibt es wie letztes Jahr wieder das beliebte Radcheck-Event am Dienstag, 29. April, von 14.30 bis 18.30 Uhr im Institut für Sportwissenschaft. Hier können Studierende das eigene Zweirad einem Check unterziehen lassen. Anmelden für einen Slot kann man sich kostenlos ab Mitte April auf der Webseite gebucht werden kann. Es werden noch Freiwillige für den Radcheck gesucht.

Bereits zum fünften Mal findet die Radchallenge statt: Vom 5. bis 25. Mai sollen möglichst viele Fahrradkilometer im Team gesammelt werden. Die goldene Marke sind die 1000 Kilometer. Dazu kann sich als Fünferteam angemeldet werden. Wer sich alleine anmeldet, wird einer Gruppe zugeteilt. Anmeldeschluss ist am 27. April. Vergangenes Jahr kamen bei der Radchallenge über 160.000 Kilometer von 600 Personen zusammen. Es gibt verschiedenste Prämierungen, darunter als Jubiläumsaktion eine für den kreativsten Teamnamen. Weitere Informationen sind hier zu finden.

Nützliche Tools für den Unisport

Wer sich nicht für eine Sportart entscheiden kann, dem kann der Unisport-O-Mat helfen, bei dem anhand von 18 Multiple-Choice-Fragen eine Empfehlung ausgesprochen wird. Reinschnuppern ist im Unisport nämlich nicht möglich. Für Interessierte, die einen Sportpartner suchen, bietet sich die Sportpartnerbörse an.

Pro Person können im Übrigen maximal drei Kurse pro Semester belegt werden.