Hauptbahnhof Tübingen: Unerlaubt auf den Gleisen – Frau von Zug erfasst und schwer verletzt

Die Bundespolizei warnt eindringlich davor, sich auf die Gleise zu begeben. (Archivbild)
Hans-Jörg Schweizer- Zwei Menschen überquerten unerlaubt die Gleise am Hauptbahnhof Tübingen; eine Frau wurde schwer verletzt.
- Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und warnt vor Gleisüberschreitungen.
- Die Bundespolizei sucht Zeugen für den Vorfall mit dem Mann im blauen Trainingsanzug.
- Die Bahnstrecke Tübingen-Hechingen war bis 20.35 Uhr gesperrt.
- Züge sind nahezu lautlos und brauchen lange zum Stoppen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Gegen 16.35 Uhr lief am Donnerstag, 12. Juni, ein bislang unbekannter Mann auf die Gleise am Tübinger Hauptbahnhof, um von Bahnsteig 2 zu Bahnsteig 1 zu gelangen. Dabei übersah er einen einfahrenden Zug, der mit etwa 60 Stundenkilometer fuhr. Der Lokführer bremste sofort und konnte den Zug noch rechtzeitig stoppen. Der Mann flüchtete daraufhin in die Stadt. Nach Angaben der Polizei trug er einen blauen Trainingsanzug und einen Rucksack. Er soll „südländisch ausgesehen haben“ heißt es im Polizeibericht. Die Bundespolizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0711 870350 zu melden.
Bahnstrecke gesperrt
Gegen 19.16 Uhr kam es dann zu einem weiteren Vorfall nahe dem Bahnhof. Eine 39-jährige Frau lief offenbar ebenfalls über die Gleise und übersah eine Regionalbahn. Auch hier versuchte der Lokführer durch eine Schnellbremsung Schlimmeres zu verhindern. Doch der Zug erfasste die Frau – sie wurde schwer verletzt. Die Bahnstrecke zwischen Tübingen und Hechingen blieb bis 20.35 Uhr gesperrt. Die Einsatzkräfte versorgten Fahrgäste im Zug mit Getränken, da es sehr heiß war.
Die Bundespolizei ermittelt in beiden Fällen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Sie warnt erneut eindringlich: Gleise sind kein Weg. Züge nähern sich fast lautlos und können sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei Vollbremsung brauchen sie lange, bis sie zum Stehen kommen.
