Einsatz in Tübingen: Brand in Mehrfamilienhaus in der Quenstedtstraße

Nachlöscharbeiten beim Wohnungsbrand in der Quenstedtstraße am Mittwochnachmittag.
Erich Sommer- Großeinsatz in Tübingen: Brand in Mehrfamilienhaus in Quenstedtstraße.
- Feuer brach am Mittwochnachmittag aus; genaue Ausmaß und Schäden unklar.
- Feuerwehr mit starken Kräften vor Ort; Verletzte bisher unbekannt.
- Einsatzort: Quenstedtstraße 30, Tübingen.
- Weitere Details folgen im Artikel.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eigentlich wollte eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses in der Tübinger Quenstedtstraße nur ihre Blumen auf dem Balkon gießen, als sie Rauchgeruch bemerkte. Ihr erster Verdacht – grillende Nachbarn – bestätigte sich nicht. Stattdessen brannte es in der Wohnung über ihr. Als die Studentin dann die 112 wählte, waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr Tübingen schon unterwegs – es waren zahlreiche Notrufe bei der Leitstelle eingegangen, so Einsatzleiter Markus Mozer. Denn das Wetter am Mittwochnachmittag, 23. April, war gegen 15 Uhr gut, die Rauchschwaden aus dem Haus am Hang auf der Wanne weithin sichtbar.
Als die Feuerwehrleute in der Quenstedtstraße eintrafen, war zunächst unklar, ob sich noch Menschen im Haus aufhielten. Das war nicht der Fall; die Bewohner der betroffenen Wohnung waren im Urlaub. Vorsorglich war trotzdem gut ein Dutzend Rettungsdienstkräfte dazu gerufen worden.
Mit neun Fahrzeugen und gut 50 Feuerwehrmännern und -frauen der freiwilligen Abteilungen Stadtmitte, Lustnau und Pfrondorf sowie hauptamtlichen Einsatzkräften gelang es rasch, die Flammen unter Kontrolle zu bringen und schließlich zu löschen.
Eine Gasflasche auf dem Balkon
Es stellte sich heraus, dass der Brand auf dem Balkon ausgebrochen war. „Da haben wir eine Gasflasche gefunden“, sagt Mozer. Auch mehrere Pflanzen standen dort mal. Das größere Problem aber: die Holzverkleidung des Dachgeschosses, die das Übergreifen der Flammen auf die Wohnung beschleunigte.
Zur Brandbekämpfung ging die Tübinger Wehr deshalb zweigleisig vor. Während Einsatzkräfte mit Atemschutzgeräten sich über das Treppenhaus Zugang zur Wohnung verschafften und dort löschten, bestieg ein anderer Trupp die Drehleiter und löschte das Dach von oben.
Die Feuerwehrmänner und -frauen, die unmittelbar mit Brandgasen in Kontakt gekommen waren, gingen im Anschluss zu einer eigens dafür eingerichteten Dekontamination-Station. Schwarz-Weiß-Trennung nennt sich das im Fachjargon – und ist in den letzten Jahren zunehmend üblicher geworden, erklärt Mozer.
Nachdem das Feuer gelöscht war, war die Wehr noch eine Weile mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf zirka 250.000 Euro.




