Gelände von Ford Kimmerle in Tübingen
: E-Busse laden statt Autos verkaufen

Auf dem Gelände des ehemaligen Ford-Autohauses in der Schaffhausenstraße bauen die Stadtwerke Ladestationen für ihre Elektrobusse.
Von
Sabine Lohr
Tübingen
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(ohne Überschrift): Vorsicht: Dieses Foto ist möglicherweise nur für den einstigen Verlag Schwäbisches Tagblatt verwendbar. Ford Autohaus Kimmerle in Tübingen hat geschlossen
23.08.23 Bild: Ulrich Metz

2023 schloss das Autohaus Kimmerle in der Schaffhausenstraße in Tübingen. Jetzt bauen die Stadtwerke dort Ladestationen für E-Busse.

Ulrich Metz (Archiv)
  • Auf dem früheren Ford-Gelände in der Schaffhausenstraße entstehen 21 E-Bus-Ladeplätze.
  • Die Gebäude werden abgerissen – neue Bauten sind nicht geplant.
  • Schon jetzt fahren 27 Elektrobusse in Tübingen, die Stadtwerke sehen sich als Vorreiter.
  • Dieses Jahr sollen neun E‑Gelenkbusse kommen, 2027 neun E‑Gelenk- und zwei E‑Solobusse.
  • Weitere Ladepunkte sind an Schlachthausstraße, Busbahnhof und Europastraße vorgesehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Juni 2023 schloss das Ford-Autohaus Kimmerle in der Tübinger Schaffhausenstraße nach mehr als 40 Jahren. Seither stehen Gebäude und das große Grundstück leer. Jetzt tut sich dort aber etwas: Seit einer Woche sind Baumaschinen vor Ort. Sie bereiten den Abriss der Gebäude vor.

Neue Gebäude werden dort nicht entstehen: Die Stadtwerke bauen auf der Fläche 21 Elektro-Ladeplätze für ihre E-Busse. Die brauchen sie dringend, denn sie stellen ihre Busflotte nach und nach auf Elektrofahrzeuge um. Schon jetzt fahren 27 Elektrobusse auf den Tübinger Stadtlinien – rund ein Viertel der gesamten Stadtwerke-Busflotte. Darauf sind die Stadtwerke stolz. In einer Pressemitteilung schreiben sie: „Tübus gehört bundesweit zu den Vorreitern bei der Elektrifizierung seiner Busflotte.“ Bundesweit kämen in den Flotten der Verkehrsbetriebe nur etwa zehn Prozent Elektrobusse zum Einsatz.

Stadtwerke kaufen 20 weitere E-Busse

In diesem Jahr wollen die Tübinger Stadtwerke weitere neun Elektro-Gelenkbusse anschaffen, für 2027 sind ebenfalls neun E‑Gelenkbusse und zwei E-Solobusse bestellt. Dann fahren 60 Prozent der Tübinger Stadtbusse elektrisch. Bei den übrigen Bussen setzen die Stadtwerke auf Hybrid- und Mild-Hybridfahrzeuge.

Dafür reichen dann aber die neuen Ladeplätze in der Schaffhausenstraße nicht aus. Darum sollen auch auf dem Betriebshof der Firma Schnaith in der Schlachthausstraße, am Busbahnhof und auf dem Busbereitsstellungsplatz in der Europastraße weitere Ladestationen gebaut werden. Wie teuer das dann wird, lasse sich „vor dem Hintergrund der aktuellen weltpolitischen Entwicklungen“ nicht sagen, so die Stadtwerke. Die Ladestationen werden ausgeschrieben.

In die neuen Elektrobusse investieren die Stadtwerke rund 26 Millionen Euro. Rund 11 Millionen Euro davon bezuschusst das Bundesministerium für Digitales und Verkehr, außerdem rechnen die Stadtwerke mit einer Förderung durch die EU.