Fridays for Future in Tübingen
: Protest gegen die Klimapolitik der Bundesregierung

„Klima schützen, Reiche entlassen“ war das Motto der Aktionswoche von Fridays for Future. In Tübingen hatte die Klimabewegung für Freitagabend (10. Juli) zum Protest aufgerufen. Mit rund 150 Leuten startete die Demo in der Uhlandstraße.
Von
swp
Tübingen
Jetzt in der App anhören
End Fossil Fuels: Der Demozug startete am Ende der Uhlandstraße.

„Der wirksamste Schutz vor immer häufigeren und gefährlicheren Hitzewellen ist konsequenter Klimaschutz“: Der Demozug von Fridays for Future auf der Neckarbrücke.

Moritz Siebert
  • Fridays for Future demonstrierte in Tübingen gegen die Klimapolitik der Bundesregierung.
  • Rund 150 Teilnehmende zogen von der Uhlandstraße über die Neckarbrücke in die Innenstadt.
  • Ziel war das im Bau befindliche Gasheizwerk beim Regierungspräsidium – Musik und Plakate dabei.
  • Motto: „Klima schützen, Reiche entlassen“ – Anlass war eine jüngste Hitzewelle mit Todesfällen.
  • Gefordert werden Stopp neuer Gasprojekte, schneller Ausbau Erneuerbarer und verbindlicher Hitzeschutz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bundesweit hatte die Klimabewegung Fridays for Future diese Woche zum Protest aufgerufen: In Tübingen startete die Demo am Freitagabend (10. Juli) mit rund 150 Leuten in der Uhlandstraße. Die überwiegend jungen Leute zogen mit Musik und Plakaten über die Neckarbrücke Richtung Innenstadt und weiter bis zum Gasheizwerk beim Regierungspräsidium, das sich gerade im Bau befindet.

Motto der Aktionswoche war „Klima schützen, Reiche entlassen“. Die Klimabewegung reagiere damit auf die jüngste Hitzewelle und eine Bundesregierung, „die trotz der eskalierenden Klimakrise weiter auf fossiles Gas setzt“, erklären die Veranstalter. Erst Ende Juni sei der Hitzerekord mit 41,7 Grad gebrochen worden, europaweit seien etwa 1300 Menschen an der Hitze gestorben. Fridays for Future fordert deswegen einen sofortigen Stopp neuer fossiler Gasprojekte und einen verbindlichen Plan für den Ausstieg aus fossilem Gas, den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien, eine sozial gerechte Wärmewende sowie einen bundesweit verbindlichen und ausreichend finanzierten Hitzeschutz. Zudem fordert die Klimabewegung die Entlassung von Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche. Einer entsprechenden Petition der Klimabewegung auf der Plattform WeAct haben sich im Lauf der Woche bereits mehr als 250.000 Menschen angeschlossen.

„Großeltern und Kinder mit Hitzschlag, aufgeplatzte Straßen, abgesagte Sportveranstaltungen und Züge, die wegen überhitzter Schienen nicht fahren können – die vergangenen Tage haben gezeigt: Die Klimakrise ist längst lebensgefährlich und Deutschland auf diese Extremhitze überhaupt nicht vorbereitet“, beklagte eine Aktivistin von Fridays for Future im Vorfeld der Demo in Tübingen. „Diese extremen Temperaturen sind das Ergebnis jahrzehntelanger fossiler Politik und treffen vor allem junge und alte Menschen oder Menschen, die in Armut leben."

Die Bundesregierung müsse Menschen endlich wirksam schützen – „mit einem bundesweit verbindlichen und ausreichend finanzierten Hitzeschutz und Klimaanpassung wie etwa Entsiegelung und Wasserinfrastruktur“, fordert Fridays for Future: „Der wirksamste Schutz vor immer häufigeren und gefährlicheren Hitzewellen ist konsequenter Klimaschutz.“