Finanzierung der Hochschulen: Wissenschaft und Forschung: Millionen für die Universität Tübingen

Streikende vor der Neuen Aula in Tübingen: Zu gering seien die geplanten Ausgaben für die Jahre 2026 bis 2030 aus Sicht der Studierenden.
Lisa Maria Sporrer/Archiv- Vertrag zur Hochschulfinanzierung unterzeichnet: 23 Mrd. Euro für 2026-2030.
- Universität Tübingen erhält 116 Mio. Euro, Medizinische Fakultät 80 Mio. Euro.
- 3,5 Mio. Euro zusätzlich aus Zukunftsprogramm Hochschule 2030.
- Baden-Württemberg investiert am meisten in Forschung.
- Ziel: Wissenschaftsstandort und Studienangebote stärken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im November vergangenen Jahres protestierten Studierende in Tübingen gegen die vom Land geplante Hochschulfinanzierung. Das Land wollte bei den Hochschulen schon im ersten Jahr (es geht um die Grundfinanzierung für die Jahre 2026 bis 2030) 91 Millionen Euro einsparen. Nun haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Finanzminister Danyal Bayaz (alle Grüne) gemeinsam mit den Vorsitzenden der Rektorenkonferenzen den Vertrag zwischen Land und Hochschulen unterschrieben.
Demnach will das Land in den kommenden fünf Jahren 23 Milliarden Euro für die Grundfinanzierung der Hochschulen ausgeben. Das seien im Jahr 2030 rund 700 Millionen Euro mehr als die Grundfinanzierung 2025 beträgt. Knapp 200 Millionen Euro davon seien „frische“ Mittel für die Hochschulen, über die sie frei verfügen können.
Fast 200 Millionen Euro gehen an den Kreis Tübingen
Die Universität Tübingen erhält über die Laufzeit rund 116 Millionen Euro, die Medizinische Fakultät Tübingen fast 80 Millionen Euro und die Hochschule Rottenburg rund 3 Millionen Euro vom Land. Ziel ist es, die Grundfinanzierung aller Hochschulen und Medizinischen Fakultäten des Landes zu sichern. Dies gab das zuständige Wissenschaftsministerium am vergangenen Freitag in Stuttgart bekannt.
„Ich freue mich, dass fast 200 Millionen Euro durch die Hochschulfinanzierungsvereinbarung an den Kreis Tübingen in den Jahren 2026 bis 2030 gehen. Das ist eine wertvolle Investition in unsere Zukunft unmittelbar vor Ort. Wir stärken damit unseren Wissenschafts-, Innovations- und Wirtschaftsstandort und geben gleichzeitig ein Zukunftsversprechen an unsere Studierenden“, sagt der Tübinger Grünen-Abgeordnete Daniel Lede Abal.
Damit die Universität Tübingen sowie die Medizinische Fakultät ihr Studienangebot strategisch weiterentwickeln können, kommen jeweils rund 3,5 Millionen Euro an einmaligen Mitteln aus dem Zukunftsprogramm Hochschule 2030 hinzu. Für die Hochschule Rottenburg gibt es 2,7 Millionen Euro zusätzlich.
In Baden-Württemberg höchste Ausgaben für Forschung
Zusätzlich zur Grundfinanzierung bringt das Land auch das rund 180 Millionen Euro schwere „Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ auf den Weg. Damit sollen die Hochschulen schnell und flexibel auf neue Entwicklungen reagieren und sich fortlaufend weiterentwickeln können, so Olschowski.
Mit der geplanten Hochschulfinanzierung bleibt Baden-Württemberg das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Wie ein Sprecher erklärte, liege man weltweit in der Spitzengruppe auf dem Niveau von Korea und Japan.