Erneuerbare Energie
: Sonnenenergie für die Uni Tübingen

Ein neuer Solarpark der Stadtwerke liefert selbst erzeugten Ökostrom für Universität und Universitätsklinikum.
Von
Sabine Lohr
Tübingen
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Stadtwerke-Solarpark in Wackersdorf, die Strom für Uni und Uniklinikum Tübingen liefert.

Der Stadtwerke-Solarpark in Wackersdorf, der Strom für Uni und Uniklinikum Tübingen liefert.

Stadtwerke Tübingen
  • Neuer Stadtwerke-Solarpark in Wackersdorf liefert Ökostrom für Uni und Uniklinikum Tübingen.
  • Stromkaufvereinbarung für zehn Jahre, stabiler Strompreis und ökologische Vorteile.
  • Solarpark produziert jährlich 3.700 MWh Ökostrom, kommt ohne EEG-Förderung aus.
  • 80 Prozent des Tübinger Stroms wird von Stadtwerken aus erneuerbaren Quellen erzeugt.
  • Ort bekannt durch Proteste gegen Wiederaufbereitungsanlage in den 80ern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Tübinger Universität und das Universitätsklinikum (UKT) beziehen Ökostrom von den Stadtwerken Tübingen (SWT). Bislang über die Großhandelsmärkte. Künftig bekommen die beiden Institutionen ihren Ökostrom per Direktbezug aus dem jüngsten Stadtwerke-Solarpark in Wackersdorf (Bayern). Mit der Inbetriebnahme der neuen Photovoltaik-Anlage Anfang Oktober beginnt eine zunächst auf zehn Jahre angelegte Stromkaufvereinbarung, ein sogenanntes Power-Purchase-Agreement (PPA). Das teilen die Stadtwerke mit.

Vorteile für alle Beteiligten

Es sei, neben zahlreichen PPAs außerhalb Tübingens, das erste Mal, dass die Stadtwerke Tübingen den selbst produzierten Ökostrom aus eigenem Solarpark direkt und in großen Mengen an gleich zwei Großkunden in der Stadt liefere. Für alle beteiligten Partner bringe das PPA Vorteile. „Die Stadtwerke bauen mit ihrem mittlerweile 25. Freiflächen-Solarpark ihr PV-Erzeugungsportfolio weiter aus und machen den nächsten Schritt auf ihrem Erneuerbaren-Ausbaupfad. Inzwischen erzeugen die SWT rund 80 Prozent des gesamten Tübinger Stromverbrauchs in eigenen Anlagen aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft.“

Die UKT Energie Gesellschaft (UEG), die für beide Institutionen die Energiemengen bündelt, managt und einkauft, bekomme, so die Stadtwerke weiter, einen stabilen Strompreis für die nächsten zehn Jahre. Das sorge darüber hinaus im Stromportfolio der beiden Abnehmer für eine Diversifizierung bei der Energiebeschaffung und leiste, als Nebeneffekt, einen ökologischen Beitrag für den Bau und Betrieb von Erneuerbaren-Anlagen.

Solarpark kommt zehn Jahre ohne EEG-Förderung aus

Der Solarpark in Wackersdorf liegt auf einer Grünlandfläche im Landkreis Schwandorf und produziert, so die Prognosen, rund 3.700 Megawattstunden (MWh) Ökostrom pro Jahr. Bekannt wurde der Ort durch die – schlussendlich erfolgreichen – Proteste gegen eine Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Brennstäbe aus Kernreaktoren in den 1980er Jahren. 35 Jahre später produzieren die Stadtwerke Tübingen dort Ökostrom mit 5.800 Modulen, die eine Leistung von 3.364 Kilowatt Peak (kWp) haben. Auch die Betriebsführung liegt bei den SWT. Durch das PPA mit Universität und Universitätsklinikum benötigt der Solarpark für mindestens zehn Jahre keine Vergütung aus dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG).