Die Möbel sind weg
: Kunst-Installation auf Tübinger Kreisverkehr wieder abgebaut

Knapp sechs Wochen lang schmückten verschiedene Möbelstücke den Kreisverkehr Ebenhalde im Tübinger Norden. Jetzt hat Initiator Ulf Siebert den Platz geräumt.
Von
Stefanie Jakob
Tübingen
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Ulf Siebert hatte Anfang Oktober angefangen, den Kreisverkehr Ebenhalde zu verschönern. Wo vorher nur Kies war, stellte er einen ausrangierten Tisch und zwei Stühle auf. Bis vor kurzem kamen stetig weitere Möbelstücke und Deko-Gegenstände dazu.

Ulf Siebert hatte Anfang Oktober angefangen, den Kreisverkehr Ebenhalde zu verschönern. Wo vorher nur Kies war, stellte er einen ausrangierten Tisch und zwei Stühle auf. Bis vor kurzem kamen stetig weitere Möbelstücke und Deko-Gegenstände dazu.

Ulf Siebert
  • Ulf Siebert baute seine Kunst-Installation aus Möbeln im Tübinger Kreisverkehr nach sechs Wochen ab.
  • Die Installation begann Anfang Oktober mit einem Tisch und zwei Stühlen, weitere Möbel kamen hinzu.
  • Wegen schlechten Wetters entfernte Siebert die Möbel am 14. November, nur eine Stehlampe und eine Clowns-Figur blieben.
  • Die Stadt reagierte nicht, Passanten lobten die Kunstaktion.
  • Oberbürgermeister Boris Palmer postete ein Selfie vor dem Kreisverkehr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wegen des Wetters hat der Tübinger Gastronom seine spontane Kunst-Installation auf dem Kreisel im Tübinger Norden am Donnerstag, 14. November, wieder abgebaut. "Der Tisch ist von Ikea, das Holz wäre wegen der Feuchtigkeit bald durchgebrochen", erklärt Siebert. Bevor es hier "müllig" werde, habe er die Möbel deshalb weggeräumt.

Anfang Oktober hatte Siebert den Kreisel mit einem Tisch und zwei Stühlen, die er ursprünglich verschenken wollte, ausgestattet und damit ungeplant ein Gemeinschaftsprojekt gestartet. Unbekannte stellten in den folgenden Tagen eine Stehlampe, zwei Teller, einen Blumentopf, Bierkrüge, Flaschen und Kerzen dazu.

Nicht nur in den Medien fand die Kreisel-Verschönerung viel Anklang, vor allem Passanten lobten das Kunstwerk, berichtet Siebert. Einige waren von der Installation so begeistert, dass sie sich an den Tisch setzten, um an dem ungewöhnlichen Örtchen zu verweilen. So wie an einem Abend vor etwa zwei Wochen, als Siebert ein junges Paar entdeckte, das es sich mit ein paar Flaschen Bier und bei Kerzenschein auf der Verkehrsinsel gemütlich gemacht hatte.

Die Stadt hatte sich während der sechs Wochen nicht bei Siebert gemeldet. Vermüllt sei es hier ja nie gewesen, sagt der Gastronom. "Ich hab mich um die Installation gekümmert, die ja von Anfang an nur temporär gedacht war." Oberbürgermeister Boris Palmer hatte sogar ein Selfie von sich selbst vor dem Kreisverkehr auf Instagram gepostet. Deshalb habe Siebert auch keine Bedenken gehabt.

Jetzt steht nur noch die Stehlampe und eine Clowns-Figur auf dem Kreisverkehr Ebenhalde.

Jetzt steht nur noch die Stehlampe und eine Clowns-Figur auf dem Kreisverkehr Ebenhalde.

Ulf Siebert

Jetzt ist der Kreisel bis auf die Stehlampe in der Mitte wieder leergeräumt. Jedenfalls fast: Bereits einen Tag nachdem die Stühle und der Tisch weichen mussten, tauchte eine Clowns-Figur neben der Stehlampe auf. "Vielleicht geht das ja in irgendeiner Form weiter", sagt der Gastronom amüsiert. Für ihn war die Verschönerung ein Gewinn.