Der Tag in der Region: Live-Blog | Christel Halm gewinnt die Bürgermeisterwahl in Ammerbuch

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Anne Faden
Christel Halm.
Ulrich MetzVesperkirche: Essen und einander begegnen
20.36 Uhr: Die Tische im Saal sind dekoriert, die Kerzen brennen. Ehrenamtliche servieren Schweinegeschnetzeltes mit Knöpfle, zum Nachtisch Quark mit Früchten, danach noch Kaffee und Kuchen. „Es schmeckt sehr gut“, sagt eine Besucherin aus der Kernstadt. Sie sei mit dem Rollator gekommen. „So komme ich doch etwas mehr raus und sehe andere Leute.“ Die Rottenburger Vesperkirche eröffnete am Sonntag mit Schweinegeschnetzeltem im evangelischen Gemeindesaal.
Inzidenz steigt weiter: Mehr Patienten auf Intensivstation
19.43 Uhr: Das tagelange Wachstum der Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen im Südwesten setzt sich langsam fort. Aufgrund der hohen Anzahl an Fällen und der Auslastung der Testkapazitäten dürften die tatsächlichen Fallzahlen derzeit noch deutlich höher sein. Das Robert Koch-Institut rechnet zudem damit, dass die Belegung der Normalstationen mit Corona-Infizierten künftig an Bedeutung gewinnen wird. Die Behörde weist dazu in seinem Wochenbericht künftig auch Schätzungen zu Infizierten mit Covid-19-Krankheitssymptomen verschiedener Schwere aus. Das Landesgesundheitsamt rechnet mit einer steigenden Zahl an Covid-Patientinnen und -Patienten in den Krankenhäusern des Landes. Die Zahl der Covid-Patienten mit Behandlungsbedarf auf einer Intensivstation dürfte nach einem Berechnungsmodell der Uniklinik Freiburg künftig auf hohem Niveau verharren oder leicht sinken.
Christel Halm in Ammerbuch erneut zur Bürgermeisterin gewählt
19.26 Uhr: Die Stimmen bei der Bürgermeisterwahl in Ammerbuch sind vollständig ausgezählt. In den acht Wahlbezirken sind 45,04 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne gegangen:
- Christel Halm: 66,73 Prozent
- Andreas Schmid: 17,86 Prozent
- Raphael Bouzenade: 11,41 Prozent
- Maximilian Tandler: 1,66 Prozent
- Paul-Jonas Bölzle: 0,5 Prozent
- Sonstige: 1,84 Prozent
SSV Reutlingen: Nicht alle waren wach um 10 Uhr
17.56 Uhr: Beim Regionen-Winter Cup in Empfingen sicherte sich der Gastgeber und Landesligist SG Empfingen den Turniersieg mit 6 Punkten vor dem FC Villingen und SSV Reutlingen (beide je 4 Punkte) und der U 19 des VfB Stuttgart mit 3 Punkten. Beim Reutlinger 0:2 zum Auftakt am Samstag gegen Empfingen ließ der SSV seine Chancen aus – ein altes Manko.
Steigende Neuinfektionen und Inzidenzen: Keine Entspannung in Sicht
16.48 Uhr: Die aktuellen Corona-Zahlen in der Übersicht - für die Region und Baden-Württemberg.
Kreis Tübingen
- Neuinfektionen: 180
- Gesamtfälle: 24.839
- Sieben-Tage-Inzidenz: 1.202,3 (+3)
- Todesfälle: 220
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 32 (11)*
Kreis Reutlingen
- Neuinfektionen: 678
- Gesamtfälle: 38.174
- Sieben-Tage-Inzidenz: 1.237,9 (+104.7)
- Todesfälle: 369
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 21 (5)*
Baden-Württemberg
- Hospitalisierungsinzidenz: 5,0 (-0,2)
- Corona-Patienten auf Intensivstationen: 275 (+12)
- Sieben-Tage-Inzidenz: 1.154,3 (+31)
* Zahlen von Freitag
Update: Grüne enttäuscht von Palmer: „Die Partei ist ihm egal“
16.17 Uhr: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) will unabhängig von der eigenen Partei für eine dritte Amtszeit kandidieren - sein Stadtverband zeigt sich von der Entscheidung schwer enttäuscht. „Wir bedauern, dass er sich nicht dem Votum der Partei stellt“, sagte Marc Mausch, Sprecher des Tübinger Grünen-Stadtvorstandes, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die geplante Urwahl, bei dem die Grünen ihren OB-Kandidaten bestimmen wollen. Palmers Schritt zeuge nicht von Souveränität, er zwinge die Grünen dazu, die Kräfte aufteilen zu müssen. „Die Partei ist ihm egal, das hat er schon gezeigt“, sagte Mausch.
„Den Frieden gewinnen – nicht den Krieg. Give peace a chance“
16.02 Uhr: Mit Transparenten, Kerzen, Liedern und Grußworten luden am Freitagabend etwa ein Dutzend Vertreter der Gesellschaft Kultur des Friedens (Gkf), des Friedensplenums Tübingen und der Informationsstelle Militarisierung auf den Holzmarkt. Rund 60 Interessierte kamen zu Mahnwache mit Kundgebung unter dem Motto: „Den Frieden gewinnen – nicht den Krieg. Give peace a chance“. Deren Anlass waren jüngste Konfrontationen zwischen Russland, der Ukraine und den NATO-Staaten. In der westlichen Medienberichterstattung werde der seit Jahren schwelende Konflikt häufig „sehr einseitig“ dargestellt und „an Putin festgemacht“, sagte Henning Zierock (Gkf). Das couragierte Auftreten zivilgesellschaftlicher Akteure sei umso mehr gefragt, denn ein Krieg in Europa sei nicht im Sinne der Bevölkerung. Zur „Friedensarchitektur“ Europas zählten das Einhalten des Minsker Abkommens, der Verzicht auf Kampfdrohnen und deutsche Waffenexporte. Weitere deutschlandweite Aktionen sollen folgen.
Kuriose Polizeimeldung: Plastikvogel ruft Polizei auf den Plan
14.23 Uhr: Die Plastikfigur eines Entenvogels auf einem See hat in Salem (Bodenseekreis) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Passant hielt die Figur für ein echtes Tier, das im Eis feststeckt - und rief am Samstagmittag die Rettungsleitstelle, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Person teilte den Einsatzkräften mit, dass ein schwarzer Schwan im Bereich einer Fischerhütte festgefroren sei. Die Beamten machten sich auf den Weg. „Hier stellten sie fest, dass der im See verankerte Plastikschwan einfach keine Lust hatte, sich zu bewegen“, teilten sie mit. Nicht nur sind schwarze Schwäne äußert selten, gesunde Wasservögel wie Enten oder Schwäne frieren grundsätzlich nicht im Eis fest.
Hauk fordert Entlastung bei Strom- und Gaspreisen
12.52 Uhr: Der baden-württembergische Verbraucherschutzminister Peter Hauk (CDU) hat sich in die Debatte um die hohen Strom- und Gaspreise eingeschaltet. Hauk sagte in Stuttgart, Ziel müsse es sein, die Kunden besser vor den Folgen insolventer Billiganbieter von Strom und Gas zu schützen. Dabei müsse der Bund den Energiemarkt so regulieren, dass die Wettbewerbsvorteile einer Liberalisierung erhalten blieben, den Verbraucherinnen und Verbrauchern aber ebenso wie den Grundversorgern mehr Verlässlichkeit und Berechenbarkeit ermöglicht werde.
OB Palmer gibt Kandidatur bei OB-Wahl im Herbst bekannt
12 Uhr: „Ihre Wertschätzung lässt mich staunen vor Glück“, schrieb Boris Palmer am Sonntagmorgen auf seiner Homepage borispalmer.de. Ein Aufruf wahlberechtigter Tübinger sowie die zahlreichen Personen, die ihn mittels Spende finanziell unterstützt haben, hätten ihn nun dazu bewogen „erneut für das Amt des Oberbürgermeisters [...] zu kandidieren“. Das Budget von 100.000 Euro für einen entsprechenden Wahlkampf wurde bereits am Samstag mittels Spenden erreicht. Palmer bezieht in seinem Schreiben auch Stellung zum aktuell laufenden Parteiausschlussverfahren bei den Grünen: „Meine politische Heimat sind und bleiben die Grünen in Baden-Württemberg. Ich möchte zu ihrem Erfolg und dem der Regierung Kretschmann beitragen. Doch bei dieser Wahl ist mir das aus bekannten Gründen verwehrt.“ Ebenso gab Palmer bekannt auf eigene Kosten eine Umfrage beim Forsa-Institut in Auftrag gegeben zu haben. „Das Ergebnis: 68 Prozent der befragten Tübingerinnen und Tübinger sagen, sie sind mit meiner Arbeit als Oberbürgermeister zufrieden. Die höchste Zufriedenheit bekunden die Wählerinnen und Wähler meiner Partei, der Grünen, mit 86 Prozent.“
Mehrere Unfälle auf A8 im Landkreis Esslingen
11.28 Uhr: Die Autobahn 8 war aufgrund mehrerer Unfälle in Höhe Neuhausen auf den Fildern (Landkreis Esslingen) für rund eine Stunde am Samstagabend voll gesperrt. Eine 35-Jährige sei zu schnell gefahren und mit der Leitplanke kollidiert, teilte die Polizei mit. Der nachfolgende Verkehr versuchte noch auszuweichen - dennoch konnte ein Folgeunfall nicht verhindert werden. Ein 41-Jähriger und eine 22-Jährige stießen mit ihren Autos zusammen. Die Trümmerteile dieses Unfalls beschädigten ein weiteres Fahrzeug. Die 35-Jährige wurde bei dem Unfall leicht verletzt - alle anderen Beteiligten blieben unverletzt. Die Sperrung im Landkreis Esslingen wurde kurz nach 23 Uhr wieder aufgehoben.
Querdenker-Proteste in Reutlingen am Samstagabend
10.44 Uhr: Am Samstagabend demonstrierten nach Polizeiangaben rund 4.500 Menschen in der Reutlinger Innenstadt gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen. Zwischen 18 und 20 Uhr zogen die Deonstrationsteilnehmer durch die Stadt zum Willy-Brandt-Platz (ZOB). Die Polizei Reutlingen sprach insgesamt von einem friedlichen Verlauf. Allerdings sei es bei der Maskenpflicht während der Demonstration zunehmend zu Verstößen gekommen. „Teilnehmer mussten immer wieder angesprochen und aufgefordert werden, der Maskentragepflicht nachzukommen. Dieser Aufforderung kamen die Betreffenden nur teilweise/zeitweise nach„, hieß es in einem Polizeibericht. Bei einer Person, die sich weigerte eine Maske aufzusetzen, kam es zu einem Gerangel, bei dem drei Polizeibeamte leicht verletzt wurden. Der Mann hatte vehement Widerstand geleistet. Gegend den Verdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Ebenso wurden vereinzelt Bußgeldverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Verstößen gegen die Maskentragepflicht und Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, nachdem mehrere Böller gezündet wurden.
Samstag, 29. Januar
Pfarrer Jörg Conrad: Die Zerbrechlichkeit des Lebens
20.59 Uhr: Pfarrer Conrad ist momentan nicht im Dienst. So sprach es in den letzten Monaten aus dem Anrufbeantworter der evangelischen Kirchengemeinde Nehren. So war es auf der Homepage zu lesen. Die Kirchgänger erfuhren den Grund spätestens an Pfingsten. Ins Bewusstsein des ganzen Dorfes drang die Nachricht eher langsam ein: Pfarrer Jörg Conrad war durch einen Herzinfarkt aus dem normalen Leben gerissen worden. Nun legt er wieder los – Schritt für Schritt.
Kundgebung in Mössingen: Die Spannungen überwinden
18.16 Uhr: Man frage sich, um was es da eigentlich gehe, sagt Roland Strauß über die sogenannten Montagsspaziergänge, die es seit einigen Wochen auch in Mössingen gibt. Gerne würde er mit den Demonstranten ins Gespräch kommen, das sei aber nicht möglich, wenn sie davonlaufen und es immer wieder Zwischenrufe gebe, das Virus sei doch harmlos. Das erschwerte ein respektvolles Gespräch. Um daher ein Zeichen für Demokratie, Solidarität und Respekt setzen, lud am Samstag eine Bündnis in Mössingen zum Austausch.

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Uli RippmannUpdate zum Unfall bei Ammerbuch
17.52 Uhr: Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Samstagnachmittag auf der Kreisstraße 6916 bei Ammerbuch ereignet. Gegen 12.40 Uhr fuhr ein 58-Jähriger mit einem VW Golf die K 6916 von Rottenburg-Hailfingen kommend in Richtung Ammerbuch-Reusten. In einer Linkskurve kurz nach der Zufahrt „Haldenäcker“ kam das Auto aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. Anschließend touchierte das Fahrzeug mehrere am Fahrbahnrand stehende Bäume, bevor es in einem Feld zum Stehen kam. Der VW Golf wurde durch den Unfall so stark deformiert, dass der Fahrer durch die Feuerwehr aus seinem Pkw gerettet werden musste. Er kam zur medizinischen Versorgung mit dem Rettungswagen in eine Klinik, in welcher er stationär aufgenommen wurde. Ein vorsorglich alarmierter und an der Einsatzstelle gelandeter Rettungshubschrauber wurde nicht benötigt. Die Kreisstraße war während der Unfallaufnahme bis 14.45 Uhr voll gesperrt. Das Unfallfahrzeug wurde durch einen Abschleppdienst geborgen, es entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von circa 18.000 Euro.
Stuttgarter Ballett sagt Vorstellungen ab
17.19 Uhr: Wegen zweier Corona-Fälle im Ensemble hat das Stuttgarter Ballett kurzfristig Veranstaltungen abgesagt. Die Vorstellungen von Kenneth MacMillans Ballett „Mayerling“ würden am Samstag und am Sonntag ausfallen, wie eine Sprecherin am Samstag mitteilte. Zum Schutz aller Tänzerinnen und Tänzer, der Musiker sowie aller Mitarbeiter hinter der Bühne „müssen wir diese drei Vorstellungen schweren Herzens absagen“, betonte Ballettintendant Tamas Detrich. Das engmaschige Testprogramm habe zwei Positivfälle in der Ballettkompanie ergeben. Bereits gekaufte Karten würden zurückgenommen.
Inzidenzen in der Region steigen unaufhaltsam weiter an
16.55 Uhr: Der Blick auf die aktuellen Infektionszahlen, die vom Landesgesundheitsamt für Samstag gemeldet wurden.
Kreis Tübingen
- Neuinfektionen: 292
- Gesamtfälle: 24.659
- Sieben-Tage-Inzidenz: 1.199,3 (+56,5)
- Todesfälle: 220
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 32 (11)*
Kreis Reutlingen
- Neuinfektionen: 670
- Gesamtfälle: 37.496
- Sieben-Tage-Inzidenz: 1.133,2 (+ 98,1)
- Todesfälle: 369
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 21 (5)*
Baden-Württemberg
- Hospitalisierungsinzidenz: 5,2 (+0,4)
- Corona-Patienten auf Intensivstationen: 263 (-11)
- Sieben-Tage-Inzidenz: 1.123,3 (+41,7)
* Zahlen von Freitag
Palmer erreicht bei Spenden-Aktion die 100.000-Euro-Marke
15.31 Uhr: Tübingens OB hat über Facebook bekannt gegeben, dass er seit Montag bereits 100.000 Euro für seinen Wahlkampf sammeln konnte.
In dem sozialen Netzwerk bedankte er sich bei seinen rund 1000 Unterstützern. „Einen solchen candystorm habe ich nie erlebt und nie für möglich gehalten. Seit Montag gehen im Minutentakt Spenden für einen Wahlkampf ein.“ Es sei „sehr bewegend“. Nachdem das Ausschlussverfahren der Grünen gegen ihr Mitglied Boris Palmer angelaufen ist und er sich auch nicht der Urwahl der Tübinger Grünen zur OB-Kandidatur stellen will, braucht Palmer Geld für seinen Wahlkampf. Auf einer Homepage bittet der OB um finanzielle Unterstützung. Mit den nun gesammelten 100.000 Euro hat Palmer das Mindestbudget erreicht, das er als parteiloser Kandidat für den Wahlkampf benötigt. Weiter unklar ist, ob Palmer wirklich antritt. Auch wenn ein Antritt immer wahrscheinlicher scheint, gibt es noch keine offizielle Bestätigung. Die Bewerbungsfrist für die Wahl des zukünftigen Bürgermeisters endet erst im September.
Besucher erklimmen wieder das Ulmer Münster
15.14 Uhr: Der Turm des Ulmer Münsters ist nach langer Schließung wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Der untere Teil des höchsten Kirchturms der Welt darf seit dem heutigen Samstag wieder bis zur ersten Plattform samt Turmstube auf 70 Metern Höhe bestiegen werden. Seit März 2021 war der Turm wegen Instandsetzungsarbeiten in zwei Treppenhäusern vorübergehend geschlossen. Wer nun hinauf möchte, muss einen Impf- oder Genesenen-Nachweis vorlegen. Durch getrennte Auf- und Abstiege wird ausgeschlossen, dass sich die Besucherinnen und Besucher in den engen Treppenhäusern entgegenkommen.
Update zum Unfall zwischen Hailfingen und Reusten
15.05 Uhr: Bei einem Unfall am Samstagmittag zwischen Hailfingen und Reusten ist ein VW Golf aus bislang noch unbekannten Gründen in einer Kurve von der Straße abgekommen. Über das Ausmaß der Verletztungen des Fahrers konnte die Polizei bislang noch keine Angaben machen. Bei dem Unfall wurden am Straßenrand stehende Bäume stark beschädigt. Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz. Ein Abschleppdienst wurde gerufen. Am Auto entstand wohl ein Totalschaden.

Die Unfallstelle.
Markus UlmerMännerwohnheim - Fürsorge statt Grobschlächtigkeit
13.48 Uhr: So läuft das im Männerwohnheim. Da geht man grobschlächtig miteinander um.“ Dieses Zitat fiel vor einigen Wochen vor Gericht. Anlass war eine gefährliche Körperverletzung in einer Notunterkunft für Obdachlose in Tübingen. „Als ich das gelesen habe, war ich betroffen“, sagt Christa Schöffend, Abteilungsleiterin der Wohnungsnotfallhilfe Tübingen in der Eberhardstraße. Und trotzdem: Impfungen, medizinische Beratung, Notfallbetten, auch in der Pandemie hat die Wohnungsnotfallhilfe Dornahof einiges vorzuweisen.
Schwerer Unfall zwischen Hailfingen und Reusten
13.36 Uhr: Auf der Kreisstraße 6916 zwischen Hailfingen und Reusten soll es am Samstagmittag zu einem schwerer Verkehrsunfall gekommen sein. Nach ersten Informationen soll sich ein Auto überschlagen haben, wobei der Fahrer schwer verletzt wurde. Weitere Informationen folgen.
Mehr als zwei Millionen 3G-Kontrollen bei der Bahn
12.22 Uhr: Seit rund zwei Monaten gilt die 3G-Regel in öffentlichen Verkehrsmitteln - und die allermeisten Fahrgäste halten sich daran, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Rund zwei Millionen Kontrollen seien bisher im Nah- und Fernverkehr absolviert worden, 99 Prozent der Reisenden hätten dabei nachgewiesen, dass sie geimpft, genesen oder getestet seien. Wer dies nicht kann, muss beim nächsten Halt aussteigen und sich vor einer Weiterfahrt testen lassen. Im Konfliktfall wird die Bundespolizei hinzugerufen. Bei der Deutschen Bahn erfolgen die Kontrollen stichprobenartig und in Zweierteams. Die 3G-Regel gilt seit dem 24. November.
Fahrzeugbrand auf der B27
12.04 Uhr: Am Freitagabend fuhr ein 26-Jährige auf der B27 in Fahrtrichtung Tübingen als er kurz vor der Anschlussstelle Echterdingen-Nord einen Knall im Motorraum hörte. Das Auto hatte daraufhin offenbar Probleme zu beschleunigen. Als der 26-Jährige am rechten Fahrbahnrand hielt, began das Auto bereits zu qualmern und fing kurze Zeit später an zu brennen. Die Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften vor Ort und löschte das Fahrzeug ab. Durch die entstandene Hitze wurde der Fahrbahnbelag ebenfalls leicht in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden beläuft sich schätzungsweise auf eine Summe von 5000 bis 6000 Euro. Während den Löscharbeiten musste der rechte Fahrstreifen komplett gesperrt werden. Allerdings kam zu keinen nennenswerten Behinderungen.
Wie braun war das katholische Oberschwaben?
11.42 Uhr: Nicht bei uns! Im katholischen Oberschwaben kann es mit dem Nationalsozialismus nicht so schlimm gewesen sein. Ludwig Zimmermann, Jahrgang 1938, war davon Jahrzehnte lang felsenfest überzeugt. In Oberschwaben hatte die katholisch demokratische Zentrumspartei Hochburgen. Zudem hatte das Wort der Kirche Gewicht. Und auch am Stammtisch des elterlichen Gasthofes wurde viel erzählt, von Heldentaten und Widerstand. „In den 1960er und 70er Jahren konnte man den Eindruck haben, jeder war ein Naziverfolgter“, sagt der Regionalhistoriker im Gespräch. Wie anfällig war das katholische Oberschwaben für die menschenverachtende Ideologie der Nationalsozialisten? Der Regionalhistoriker Zimmermann hat nachgebohrt.
Lucha warnt vor Folgen des Klimawandels für Kinder
9.37 Uhr: Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hat vor den langfristigen Folgen des Klimawandels für Kinder gewarnt. „Ihr Körper reagiert empfindlicher auf Krankheiten und Schadstoffe. Und sie müssen mit allen Folgen mehr oder weniger lang kämpfen“, sagte der Politiker anlässlich der virtuellen Veranstaltung „Landeskongress Gesundheit“ am Freitag in Stuttgart. Deshalb sei es notwendig, gesundheitsförderliche und klimagerechte Lebensbedingungen zu schaffen.
Das Thema gesundheitliche Chancengleichheit werde durch drohende Folgen des Klimawandels immer wichtiger. Der habe ganz konkrete Auswirkungen. Als Beispiel verwies Lucha auf eine Prognose, dass bis Ende des Jahrhunderts für Süddeutschland mit insgesamt bis zu 30 zusätzlichen Hitzewellen gerechnet wird. TV-Moderator und Arzt Eckart von Hirschhausen sagte bei der Veranstaltung: Die Atmosphäre dürfe nicht weiter durch Treibhausgase zerstört werden. Hirschhausen setzt sich mit einer eigenen Stiftung für Klimaschutz ein. Er forderte die Menschen auf, sich mehr bei dem Thema zu engagieren und das eigene Verhalten zu ändern, um die Folgen abzumildern. „Was werden unsere Kinder uns mehr vorwerfen: gestiegene Benzinpreise oder gestiegene Meeresspiegel?“

Manfred Lucha.
Bernd Weibrod/dpaErneut versuchter Raubüberfall in Herrenberg
8.56 Uhr: Nachdem bereits in den vergangenen Tagen versucht wurde eine Bäckereifiliale in Herrenberg-Gültstein zu überfallen, ist es heute Nacht erneut zu einem versuchten Raubüberfall gekommen. Gegen Mitternacht betraten zwei bislang unbekannte männliche Täter mit vorgehaltener Schusswaffe die Räumlichkeiten eines Pizza-Lieferdienstes und verlangten von einer Angestellten die Herausgabe der Tageseinnahmen. Der Geschäftsführer wurde auf den Überfall aufmerksam, griff ein großes Küchenmesser und konnte die maskierten Räuber vertreiben. Trotz kurzer Verfolgung durch die Geschädigten konnten die beiden Täter letztendlich ohne Beute flüchten. Die Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg hat die Ermittlungen übernommen.
Wegen Masken- und Testpflicht nicht in Schule - Eltern vor Gericht
8.15 Uhr: Es ging um Bußgelder in Höhe von fast 4000 Euro. Zehn Wochen lang waren die beiden Töchter eines Rottenburger Ehepaars nicht in die Schule gegangen, und die Stadtverwaltung hatte für jeden unentschuldigten Fehltag pro Kind und Elternteil 20 Euro angesetzt. Die Begründung: Indem die Eltern ihre Töchter wegen der Masken- und Testpflicht nicht zur Schule schickten, verstießen sie gegen das baden-württembergische Schulgesetz.
Aufnahmetest soll Chancen auf Psychologiestudium erhöhen
7.26 Uhr: Angehende Psychologie-Studierende können ihre Aufnahmechancen an einer Hochschule in Baden-Württemberg künftig mit einem freiwilligen Test verbessern. Der Eignungstest frage Fähigkeiten ab, die auch später im Studium gefordert seien, sagte Birgit Spinath, die Sprecherin des Studierendenauswahlverfahren Psychologie Baden-Württemberg (STAV-Psych BaWü). Das seien etwa schlussfolgerndes Denken, aber auch Kenntnisse in Mathematik, Biologie und Englisch. Zukünftig soll das Ergebnis des Tests mit 20 Punkten in das Aufnahmeverfahren einfließen. Die Abiturnote wird mit bis zu 30 Punkten angerechnet. Auch Bewerber und Bewerberinnen mit einer schlechteren Abschlussnote könnten demnach eine Zulassung erhalten.
Vorbereiten können sich die angehenden Studierenden mit Übungsmaterialien auf der Website des Auswahlverfahrens. Die Gebühren zur Anmeldung betragen 100 Euro. In Härtefällen werde die Gebühr aber erlassen, sagte Spinath. Etwa dann, wenn die angehenden Studierenden einen Anspruch auf Bafög vorweisen können.
An den Hochschulen in Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Tübingen und Ulm findet das Aufnahmeverfahren mit Test zum ersten Mal für das Wintersemester 2022/23 statt. Die Anmeldefrist endet am 14. Februar.
„Mit Engelszungen“: Als Reutlingen Olaf Scholz links liegen ließ
6.49 Uhr: An den 8. März vor sechs Jahren erinnert sich SPD-Stadtrat Sebastian Weigle noch gut – wenngleich es keine guten Erinnerungen sind: Damals hatte seine Partei zur Unterstützung des Landtagskandidaten Nils Schmid einen prominenten SPD-Mann eingeladen, aber gerade mal 50 Leute kamen zu dem Auftritt im Spitalhofsaal. Unser Redakteur, Thomas de Marco, erinnert sich an die schweren SPD-Zeiten in Reutlingen.
Die aktuellen Corona-Infektionszahlen
6 Uhr: Guten Morgen aus der Online-Redaktion. Zuerst der Blick auf die Infektionszahlen in der Region und in Baden-Württemberg vom gestrigen Freitag.
Kreis Tübingen
- Neuinfektionen: 551
- Gesamtfälle: 24.367
- Sieben-Tage-Inzidenz: 1.142,8 (+70,9)
- Todesfälle: 220
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 32 (11)
Kreis Reutlingen
- Neuinfektionen: 578
- Gesamtfälle: 36.826
- Sieben-Tage-Inzidenz: 1.035,1 (- 48)
- Todesfälle: 369
- Patienten am Klinikum (davon intensiv): 21 (5)
Baden-Württemberg
- Hospitalisierungsinzidenz: 4,8 (-0,1)
- Corona-Patienten auf Intensivstationen: 274 (-2)
- Sieben-Tage-Inzidenz: 1.081,6 (+57,5)
Das Wichtigste vom Tag
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie in der Region Tübingen im März 2020 gab es bei tagblatt.de täglich und kostenlos unseren Live-Blog mit aktuellen Meldungen und Links zu wichtigen Artikeln über Covid-19 und den Folgen. Wir haben ihn nun thematisch weiter gefasst: Ab sofort gibt es dort aktuelle Meldungen und Anreißer zu den wichtigsten Geschichten aus der Region Neckar-Alb – nicht nur, aber auch, wenn es um Corona geht. Den Blog gibt es unter dem Titel Der Tag in der Region direkt auf www.tagblatt.de.