Bundesweiter Warntag am 10. September: Handys schrillen, Sirenen tönen

Derartige Alarmsirenen sind heute auf Dächern kaum noch zu sehen. Dort, wo sich welche befinden, wird es am 10. September ab kurz vor 11 Uhr laut.
dpa/Archiv- Bundesweiter Warntag: Am 10. September ertönen Sirenen, Handys und Medien warnen.
- Start kurz vor 11 Uhr, um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung, teilt das Landratsamt Tübingen mit.
- Gewarnt wird über Sirenen, Radio, TV, digitale Anzeigetafeln und Mobiltelefone.
- Cell Broadcast erreicht Handys ohne App, ältere Geräte könnten jedoch ausfallen.
- Ziel ist Sensibilisierung und Techniktest – Kommunen mit Sirenen entscheiden über Teilnahme.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim ersten bundesweiten Warntag nach der Wiedervereinigung am 10. September 2020 ging vieles noch schief: Die Probewarnmeldung, die um 11 Uhr Warn-Apps wie Nina oder Katwarn erreichen und so einen Alarm auf mobilen Geräten auslösen sollte, drang entweder zu spät durch oder gar nicht. Diese Fehlzündung sorgte damals für einen Eklat. Der Warntag, der eigentlich für jedes Jahr geplant war, wurde 2021 abgesagt. Der zweite ging deshalb erst am 8. Dezember 2022 über die Bühne.
Seither wird die Bevölkerung stets am zweiten Donnerstag eines Septembers über alle möglichen Kanälen probehalber gewarnt – über Sirenen, Fernsehen, Radio, digitale Stadtanzeigetafeln und Mobiltelefone. Das nächste Mal am 10. September dieses Jahres. Um kurz vor 11 Uhr wird eine Warnung ausgelöst, um 11.45 Uhr erfolgt dann die Entwarnung, kündigt das Tübinger Landratsamt an.
Radio, TV, Handy, Sirene, Anzeigetafel
Ziel des Warntags ist es demnach, die Menschen stärker für das Thema Warnung der Bevölkerung zu sensibilisieren und die technische Umsetzung sowie die Abläufe zu überprüfen. In diesem Zusammenhang gebe an diesem Tag und zu dieser Uhrzeit auch Sirenenproben – zumindest in denjenigen Städten und Gemeinden des Landkreises, die über Sirenenanlagen verfügen. Schließlich wurden seit Beendigung des Kalten Kriegs viele von ihnen abgebaut. Die Kommunen könnten allerdings selbst entscheiden, ob sie mit ihren Sirenen teilnehmen.
Für die Warnung der Bevölkerung – etwa bei drohendem Hochwasser – stünden Bund, Ländern und der kommunalen Ebene das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) zur Verfügung, informiert die Kreisbehörde weiter. Je nach Warnstufe (Dringlichkeit) werde die Warnung an einen Mix aus unterschiedlichen Kanälen weitergegeben. Die Verwendung verschiedener Warnmittel für eine umfängliche Warnung der Bevölkerung sei wichtig, um möglichst viele Menschen in verschiedenen Situationen zu erreichen.
Warn-App ist auf Handy nicht zwingend
Auch in diesem Jahr erfolge eine Warnung über das Cell-Broadcast-System. Dabei werde an alle Mobiltelefone, die in einem Funkmast eingewählt sind, eine Nachricht gesendet. Die Nachricht ähnele einer SMS, sodass keine spezielle Warn-App wie Nina oder Katwarn installiert sein müsse, um die Nachricht zu erhalten. Es könne jedoch passieren, dass vor allem ältere Mobiltelefone über das Cell-Broadcast-System nicht erreicht werden können.
Im Nachgang zum Warntag kann man auch in diesem Jahr beispielsweise über die Internetseite www.warntag-umfrage.de an einer Umfrage teilnehmen und eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen rund um den Warntag teilen.


