Briefe gegen das Vergessen: Nach Teilnahme an UN-Forum von Regierung inhaftiert

Der indigene Aktivist und Politiker Brooklyn Rivera aus Nicaragua (undatiertes Foto).
Brooklyn's family- Der indigene Politiker Brooklyn Rivera ist seit September 2023 in Nicaragua verschwunden.
- Behörden räumten erst 14 Monate später ein, ihn in Gewahrsam zu halten – ohne Details.
- Vorwurf ist Landesverrat, nachdem er am UN-Forum für indigene Angelegenheiten teilnahm.
- Familie erhält keine Informationen zu Aufenthaltsort oder Gesundheitszustand.
- Amnesty ruft bis 31. August 2026 zu höflichen Briefen an Daniel Ortega und Rosario Murillo auf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Brooklyn Rivera, Sprecher des indigenen Volkes der Miskito und Gründer der indigenen politischen Partei Yatama, verschwand Ende September 2023. Erst 14 Monate später räumten die Behörden in Nicaragua ein, ihn in Gewahrsam zu halten. Seither hat seine Familie keine weiteren Informationen über seinen Verbleib oder seinen Gesundheitszustand erhalten. Die Behörden werfen Rivera Landesverrat vor. Er hatte im April 2023 an dem von den Vereinten Nationen ausgerichteten Ständigen Forum für indigene Angelegenheiten in New York teilgenommen. Daraufhin hatten die Behörden ihm die Wiedereinreise nach Nicaragua verboten.
Nach Teilnahme an UN-Forum zu Hause festgenommen
Er konnte jedoch über das Territorium der Miskito einreisen. Im September 2023 wurde er bei sich zu Hause in Puerto Cabezas willkürlich festgenommen und ist seither „verschwunden“. Die Behörden haben bislang weder seinen Aufenthaltsort noch den Stand des Verfahrens gegen ihn bekannt gegeben. Er hat keinen Zugang zu seiner Familie, und es ist nicht gewährleistet, dass er ein faires Verfahren erhält.
Bitte schreiben Sie bis 31. August 2026 höflich formulierte Briefe an die Co-Präsidenten und -Präsidentinnen Nicaraguas, Daniel Ortega und Rosario Murillo, und drängen Sie darauf, dass Rivera umgehend und bedingungslos freigelassen wird. Fordern Sie zudem, dass die Behörden unverzüglich den Nachweis erbringen, dass der Aktivist am Leben ist, und dass seine Rechte in vollem Umfang gewahrt werden.
Schreiben auf Spanisch, Englisch oder Deutsch
Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch und schicken Sie Ihr Schreiben an: Amnesty International – Americas Regional Office in Mexico Luz Saviñon 519 CP 03100 Colonia del Valle Delegación Benito Juarez Mexico City Mexico (Anrede: „Dear Co-Presidents Daniel Ortega and Rosario Murillo / Sehr geehrter Präsident Ortega, sehr geehrte Präsidentin Murillo“). Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an: Botschaft von Nicaragua Prinz-Eugen-Straße 18, Stiege 1, Top 34, 1040 Wien Österreich, Fax: (0043) 1 403 27 52, E-Mail: embanicviena@chello.at
Briefe gegen das Vergessen
Jeden Monat veröffentlicht das TAGBLATT die Bitte der Menschenrechtsorganisation Amnesty International um Unterstützung für dringende Fälle von Gefangenschaft, Folter und Verfolgung in aller Welt. Ein Briefaufruf findet sich im Internet unter der Adresse www.amnesty-tuebingen.de. Wer als regelmäßiger Briefschreiber in den Verteiler der Amnesty-Gruppe aufgenommen werden möchte, kann an Amnesty International, Postfach 1124, 72001 Tübingen, oder an info@amnesty-tuebingen schreiben. Man erhält dann monatlich drei zur Unterschrift fertig formulierte Briefe.
