Brandmelder an der Uni Tübingen
: Falscher Feueralarm in der Neuen Aula – Sprinkler löste nicht aus

An der Uni Tübingen gab es am Dienstagmittag einen Brandmelder-Alarm in der Neuen Aula. Viele Studierende mussten das Gebäude verlassen. Was war da los?
Von
Hans-Jörg Schweizer
Tübingen
Jetzt in der App anhören
Einsatzfahrzeug der Tübinger Feuerwehr.

Einsatzfahrzeug der Tübinger Feuerwehr.

Jonas Bleeser/Archiv
  • Falscher Feueralarm in der Neuen Aula der Uni Tübingen – Gebäude wurde geräumt.
  • Alarm kam um 12.04 Uhr, Einsatz lief bis 12.38 Uhr und blieb ohne Befund.
  • Sprinkleranlage sprang nicht an; einzelne Köpfe wären nur bei Hitze ausgelöst.
  • Ursache des ausgelösten Melders neben der Sprinkleranlage wird untersucht.
  • Verletzte gab es nicht, Sachschaden entstand nicht; das Land erhält eine Rechnung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Wir haben keinen Grund festgestellt.“ Nach dem gerade mal 34-minütigen Einsatz hört man René Tandel von der Tübinger Feuerwehrleitstelle am Telefon förmlich mit den Schultern zucken. Um 12.04 Uhr war bei ihm ein Brandmelder-Alarm aus der Uni Tübingen eingelaufen. Um 12.05 Uhr hatte er drei Löschfahrzeuge, die Drehleiter, ein Kommandantenfahrzeug und das der Einsatzleitung auf den Weg in die Wilhelmstraße zum Geschwister-Scholl-Platz geschickt. Um 12.38 Uhr standen die Feuerwehrautos schon wieder in der Garage.

Vom Technischen Betriebsamt der Universität erfuhr Tandel kurz nach zwölf, dass der ausgelöste Brandmelder jener neben der Sprinklerzentrale der Neuen Aula war. Warum dieser Alarm geschlagen hatte, ist noch Gegenstand der Untersuchungen. Denn: Gebrannt hat es nicht. Und auch die Sprinkleranlage selbst hat nicht ausgelöst, berichtet Tandel. Zum Glück, möchte man sagen. Andernfalls hätte das automatische Löschsystem das altehrwürdige Uni-Gebäude womöglich unter Wasser gesetzt?

Wann sprüht der Sprinkler los?

„Nein“, sagt Tandel: Selbst wenn die Sprinkleranlage angelaufen wäre und die Pumpen mehrere Bar Druck in den Leitungen aufgebaut hätten, wäre dennoch zunächst kein Wasser aus den Sprinklerköpfen im Gebäude versprüht worden. Denn jeder einzelne Sprinklerkopf sei mit einer Ampulle in der Leitung gesichert, die dem Druck der Pumpen standhält – so lange, bis eine bestimmte Temperatur im Raum überschritten wird. Und da es gar nicht gebrannt hat, wie die Feuerwehrleute bei ihrer Inspektion vor Ort feststellten, hätten also auch die Sprinklerköpfe dichtgehalten.

Für ein paar Hundert Tübinger Studierende gab es um kurz nach zwölf dennoch eine überraschende Mittagspause. Alle mussten die Neue Aula verlassen und draußen warten, bis die Leute von der Feuerwehr Entwarnung gaben.

Verletzt wurde laut Tandel niemand, und auch Sachschaden sei bei dem Einsatz nicht entstanden. Das Land wird nun allerdings eine Rechnung der Feuerwehr erhalten.