Großeinsatz in Tübingen
: Zwei Stunden kämpft die Wehr gegen Feuer in Mehrfamilienhaus

Die Feuerwehr rückte am Sonntagabend zu einem Mehrfamilienhaus in die Memmingerstraße aus: Sie rettete mehrere Bewohner über eine Drehleiter und durchs Treppenhaus. Ein Mann wurde schwer verletzt, er schwebt in Lebensgefahr. Der Sachschaden liegt mindestens im sechsstelligen Bereich.
Von
Daniel Wydra,
Jonas Bleeser
Tübingen
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Am Sonntagabend (28. September 2025) um 23.36 Uhr wurde die Tübinger Feuerwehr zu einem Brandeinsatz in die Memmingerstraße gerufen.

Am Sonntagabend (28. September 2025) um 23.36 Uhr wurde die Tübinger Feuerwehr zu einem Brandeinsatz in die Memmingerstraße gerufen.

Feuerwehr Tübingen
  • Brand in Tübingen: Vier Verletzte und neun Wohnungen unbewohnbar.
  • Feuerwehr rettet Bewohner mit Drehleiter; Flammen und Rauch erschwerten Einsatz.
  • Ein 65-Jähriger schwer verletzt, drei weitere mit Rauchgasvergiftung im Krankenhaus.
  • Sachschaden von 150.000 Euro; 71 Feuerwehrkräfte und 18 Rettungsfahrzeuge im Einsatz.
  • Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Sonntagabend (28.9.) hat es in einem Tübinger Mehrfamilienhaus gebrannt. Nach Angaben der Polizei wurden vier Bewohner verletzt. Der Notruf sei gegen 23:35 Uhr eingegangen. Als Rettungskräfte und Polizeibeamte um 23.42 Uhr in der Memmingerstraße eintrafen, sahen sie Flammen und dichten Rauch aus dem Gebäude strömen. Aus der Dachgeschosswohnung schlugen die Flammen bereits auf das Dach.

Rettung über Drehleiter und mit Brandfluchthauben

Mehrere Menschen standen auf Balkonen und an Fenstern und riefen um Hilfe. Die Feuerwehr setzte eine Drehleiter ein, um drei Bewohnerinnen und Bewohner von außen aus dem Haus zu retten. Zwei weitere holte die Wehr über das Treppenhaus hinaus, darunter auch einen schwerverletzten 65-Jährigen. Dabei setzten die Helfer auch Brandfluchthauben ein.

Wie viele Menschen sich bei Ausbruch des Feuers im Haus aufhielten, konnte die Polizei am Montag nicht sagen. Der 65-Jährige wurde mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Drei weitere Bewohner mussten aus dem gleichen Grund stationär behandelt werden.

Stundenlanger Kampf gegen Flammen

Die Feuerwehr kämpfte stundenlang gegen die Flammen: Erst um 1.55 Uhr kam die Meldung „Feuer aus“. Nach dem Brand waren neun Wohnungen nicht mehr bewohnbar. Die meisten der Betroffenen kamen vorübergehend bei Freunden oder Verwandten unter. Das Tübinger Ordnungsamt ist darauf vorbereitet, den Verletzten nach der Entlassung aus der Klinik eine Bleibe zu organisieren.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf 150.000 Euro. Der Rettungsdienst war mit 18 Fahrzeugen und 27 Mitarbeitern, darunter drei Notärzte, im Einsatz. Von der Feuerwehr waren 72 Einsatzkräfte in 14 Fahrzeugen zum Brandort geeilt, darunter waren die Abteilungen Stadtmitte, Derendingen, Bühl und Pfrondorf. Die Kriminalpolizei ermittelt nun zur Brandursache.

Am Montagmorgen gegen 7.30 Uhr rückte die Wehr nochmal an, da es in der Brandwohnung erneut zu Rauchentwicklung gekommen war, wie eine Hausbewohnerin gemeldet hatte. Die Nachlöscharbeiten waren rasch beendet.