Blitzermarathon 2026: Der schnellste war 60 Stundenkilometer über dem Limit

Die Polizei war beim Blitzermarathon in einem personalintensiven Einsatz (Symbolbild).
Daniel Löb/dpa- Polizei intensivierte Kontrollen beim „Speedmarathon“ im Bereich Reutlingen am Mittwoch, 15. April.
- Fast 29.000 Fahrzeuge gemessen, 1005 Fahrer beanstandet – 43 Fälle im Anzeigenbereich.
- Sieben Fahrer drohen Fahrverbote; Spitzenwert: 60 km/h über Limit auf der L380A.
- Zwei Fahrer standen unter Drogen, 14 nutzten das Handy, fünf fuhren ohne Gurt.
- Kontrollen laufen in der „Speedweek“ weiter – Ziel ist mehr Sicherheit auf gefährlichen Strecken.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim europaweiten „Speedmarathon“ haben die Verkehrspolizei und die Polizeireviere im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen, also in den Kreisen Reutlingen, Esslingen, Tübingen und Zollernalb, am Mittwoch, 15. April, Geschwindigkeitskontrollen „nochmals deutlich intensiviert“, wie die Polizei in einer Presseerklärung schreibt. Im Fokus lagen dabei die gefahren- und unfallträchtigen Strecken.
Das Polizeipräsidium Reutlingen erfasste die Geschwindigkeit von fast 29.000 Fahrzeugen. Beteiligt waren an diesem Tag 136 Beamtinnen und Beamte, die an 31 Stellen kontrollierten. Die beteiligten Behörden waren mit 18 Mitarbeitenden an 25 Kontrollstellen im Einsatz.
Während sich die ganz überwiegende Mehrheit der Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsregeln hält, mussten dennoch 1005 Fahrerinnen und Fahrer beanstandet werden. Dabei lag in 43 Fällen die Geschwindigkeitsüberschreitung im Anzeigenbereich. Die Fahrzeuglenker erwartet mindestens ein Bußgeld von 60 Euro. Sieben waren viel zu schnell unterwegs. Sie müssen mit einem Fahrverbot rechnen.
Einer der unrühmlichen Spitzenreiter war ein 46-Jähriger, der auf der schmalen, kurvenreichen L380A zwischen Metzingen-Glems und Eningen mit seinem Audi RS6 bei erlaubten 80 Stundenkilometer rund 60 Kilometer zu schnell war. Neben zwei Punkten in Flensburg erwartet ihn nun ein Bußgeld von mindestens 560 Euro und zwei Monate Fahrverbot.
Drogen waren auch dabei
Zudem mussten am Mittwoch zwei Fahrer aus dem Verkehr gezogen werden, weil sie unter der Einwirkung von Drogen standen. Einen Punkt in Flensburg und ein Bußgeld von mindestens 100 Euro erwarteten 14 Fahrer oder Fahrerinnen, die mit dem Handy am Steuer ertappt wurden. Auch mussten 5 Verkehrsteilnehmer verwarnt werden, weil sie keinen Gurt angelegt hatten.
Rasen gefährdet Leben
Im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen verloren im vergangenen Jahr bei 35 Verkehrsunfällen 38 Menschen ihr Leben. In neun Fällen, also bei mehr als jedem fünften Verkehrstoten, war überhöhte Geschwindigkeit die Ursache oder Mit-Ursache.
Deshalb wird die Geschwindigkeitsüberwachung Bestandteil der polizeilichen Arbeit zur Erhöhung der Sicherheit auf den Straßen sein, schreibt das Polizeipräsidium. Die intensiven Kontrollen werden in der noch bis Sonntag laufenden Speedweek und auch darüber hinaus fortgesetzt.

