Blasorchester-Konzert in Tübingen: Born 4 Horn

Die Bläser-Gala in der Stiftskirche war ein voller Erfolg: hier spielt das Ensemble "die flotten Holzwürmer"
Carolin Albers- Blasorchester-Konzert in Tübingen war ein voller Erfolg; drei Ensembles spielten in der Stiftskirche.
- 300 Zuhörer kamen; Highlights waren Stücke von Charpentier und Grieg sowie Filmmusik aus „Star Wars“ und „Fluch der Karibik“.
- Das Jugendblasorchester unter der Leitung von Sebastian Volk hat 65 Mitglieder und plant eine Teilnahme am Wettbewerb in Ulm.
- Dóra Miklós Karakas verabschiedete sich nach sieben Jahren als Ensemble-Leiterin.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ im Februar war die Tübinger Musikschule wieder höchst erfolgreich. Von 82 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern erspielten fast alle erste Preise. 16 Solistinnen und Solisten, 14 Duos und fünf Ensembles qualifizierten sich für den Landeswettbewerb im April.
Zu den geschätzten Tübinger Zusatzangeboten gehört die Ensemble-Arbeit, in kleinen Gruppen mit instrumentenspezifisch gezielter Förderung: Die drei Blasorchester der Musikschule lockten am Sonntag knapp 300 Zuhörer in die Stiftskirche.
Im Einstiegs-Ensemble „Blechlawine“ musizieren Kinder ab neun Jahren. Aktuell acht Trompeten, Hörner und Posaunen. Ian McKenzies Fanfare „Open Up“ crescendierte aus einem behutsamen Pianissimo heraus, danach ein „Gospel Rock“ mit feurigem Schlagzeug (Justus Brahm). Für Ensemble-Leiterin Dóra Miklós Karakas war der Auftritt zugleich ein Abschied. Sieben Jahre lang ist sie von Donaueschingen hergependelt, nun tritt sie eine Stelle in ihrer Heimat an.
Seit nunmehr 17 Jahren leitet Irene Göser-Streicher die „Holzwürmer“. Die elf Holzbläser – Flöten, Oboen, Klarinetten und Fagotte – waren eben erst auf einem Proben-Wochenende in Erpfingen. Kräftiger Beifall für das Prélude aus Charpentiers „Te Deum“ (die Eurovisions-Melodie) und Griegs „Morgenstimmung“ mit Oboen-Solo und Sonnenaufgangs-Akkorden im Klavier (Magdalena Kupsch). Dann wurde es galaktisch: Filmmusik aus „Star Wars“, gefolgt vom „Fluch der Karibik“. Die kleinen Geschwister im Publikum lauschten mit aufgeregt roten Ohren.
Die beiden Vorbereitungs-Ensembles leisten wertvolle Aufbauarbeit, legen Grundlagen bis zum Eintritt ins Jugendblasorchester. Nach Corona war das „JuBl“ auf 19 Mitglieder geschrumpft. Inzwischen musizieren hier unter Sebastian Volks Leitung 65 Jugendliche, gerade zurückgekehrt von einer Konzertreise nach Slowenien. Mitreißende Symphonische Blasmusik wie Carlos Marques’ „Cassiopeia“ mit episch opulentem Sound. Sechs Schlagwerker in vollem Einsatz und fliegendem Wechsel.
Hymnisch Fritz Neuböcks „Born4Horn“ („Born for Horn“) mit unglaublichen zehn Solistinnen und Solisten, alle aus Ulrike Eberles Horn-Klasse. Sehr gut kam beim Publikum auch Jan van der Roosts israelische Tanzsuite „Rikudim“ an. Temperamentvoll geballte Energie samt Tamburin, Tamtam, Tuba und Kontrabass (Leonid Bern). Mit dem Programm geht das JuBl am 31. April zum Jugendorchester-Wettbewerb nach Ulm. Die Jury wird genauso begeistert sein wie das Publikum in der Stiftskirche.
