Bahn zwischen Tübingen und Herrenberg
: Fahrplan der Ammertalbahn wird ausgedünnt

Unter der Woche fahren weniger Züge. Und auch die Schülerfahrten zwischen Entringen und Tübingen werden gekürzt.
Von
Sabine Lohr
Tübingen
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Tübingen Herrenberg Ammertalbahn Zweckverband ÖPNV im Ammertal ZÖA

Die Ammertalbahn fährt künftig seltener.

Zweckverband ÖPNV im Ammertal
  • Die Ammertalbahn fährt ab dem 14. Dezember seltener, betroffen sind mehrere Verbindungen werktags.
  • Schülerzüge zwischen Tübingen und Entringen werden gekürzt, vor allem außerhalb der Stoßzeiten.
  • DB Regio plant ein Konzept mit stündlichem Takt, da nicht genug Züge verfügbar sind.
  • Verschleißprobleme an Zügen und Schienen führten zuletzt zu Einschränkungen, Gutachten steht aus.
  • Ziel bleibt die Durchbindung der Züge in Tübingen, Entscheidung dazu im Frühjahr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Ammertalbahn fährt vom 14. Dezember an seltener. Betroffen sind die Bahnen, die montags bis freitags um 8.41 Uhr, um 20.41 Uhr und um 23.11 Uhr in Tübingen starten, und die, die um 9.19 Uhr, um 21.19 Uhr und um 23.49 in Herrenberg starten. Auch bei der Ermstalbahn fällt ein Zug aus: der um 4.21 Uhr ab Bad Urach nach Tübingen.

Das hatte der Zweckverband Ammertalbahn so nicht geplant. Er wollte den sogenannten Inselbetrieb, in dem die Züge zwischen Herrenberg und Tübingen pendeln, aufrechterhalten, denn er hat gut funktioniert. Jede halbe Stunde fuhren die Züge zwischen den beiden Orten. Es gab 10 Prozent weniger Verspätungen, und in 97 Prozent aller Fahrten nach Herrenberg wurde die S-Bahn dort erreicht.

Im kommenden Jahr sollte auch die Ermstalbahn zwischen Tübingen und Bad Urach halbstündlich fahren. Doch dafür hat die DB Regio nicht genug Züge. Im April hat sich die DB Regio mit dem Verkehrsministerium ausgetauscht, ohne den Zweckverband Ammertalbahn zu informieren. Das Ergebnis: Die DB Regio soll ein Konzept erarbeiten, das mit dem bisherigen Zugmaterial auskommt.

Bahn wollte Stundentakt

Dieses Konzept sah vor, dass die Züge nur noch stündlich fahren, dafür aber in Tübingen weiterfahren. Das würde dann laut DB Regio dazu führen, dass die Radsätze der Züge und die Schienen nicht mehr so verschließen. Ende August wurde die Ammertalbahn wegen dieses Verschleißes lahmgelegt. Mit einer Fräsmaschine wurden die Schienen ausgebessert. Warum es den Verschleiß überhaupt gab, ist laut Zweckverbands-Geschäftsführerin Sarah Wüstenhöfer bisher nicht geklärt. Im Moment gebe es keinen mehr, weshalb das manuelle Schmieren eingestellt wurde. Ein Gutachten steht aber noch aus.

Der Zweckverband hält die Durchbindung im Moment für keine gute Idee, denn für die Ermstalbahn und im Bahnhof Metzingen werden gerade neue Stellwerke in Betrieb genommen.  Deshalb ist mit Verspätungen zu rechnen, die sich auf die Ammertalbahn auswirken würden. Darum bleibt es  zunächst beim Inselbetrieb mit Einschränkungen.

Weniger Züge für Schüler

Auch beim sogenannten Zwischentakt entfallen künftig Zugfahrten. Der Zwischentakt gilt zwischen Tübingen und Entringen, wo bisher an Schultagen Züge zwischen 5.30 und 9 Uhr, von 11.30 bis 13.30 Uhr und von 15 bis 20 Uhr fahren. Künftig fahren diese Züge nur noch von 6 bis 9 Uhr und von 15.30 bis 18.30 Uhr. In den Ferien fahren diese Züge nicht mehr. Das hat Konsequenzen vor allem für Schüler. Die Züge werden voll, Schüler müssen stehen.

Die Durchbindung ist weiterhin das Ziel, damit Fahrgäste in Tübingen nicht umsteigen müssen. Im Frühling soll entschieden werden, wie das zu bewerkstelligen ist.