Ammertalbahn zwischen Tübingen und Herrenberg: Züge fahren nach wie vor nur eingeschränkt

Auch in der kommenden Woche wird die Ammertalbahn nur eingeschränkt fahren. Ob auch darüber hinaus, steht noch in den Sternen.
Zweckverband ÖPNV im Ammertal/Archiv- Ammertalbahn fährt weiterhin nur stündlich; Probleme mit Verschleiß an Rädern und Schienen.
- Schienenersatzverkehr durch Busse im Halbstundentakt bleibt bestehen, Schülerverkehr wird verstärkt.
- Ursache des hohen Verschleißes ist unklar, Maßnahmen wie Schienenabfräsen zeigten keinen Erfolg.
- Fahrgäste sind enttäuscht, aber teils verständnisvoll; Busse keine gleichwertige Alternative.
- Zugausfall zwischen Tübingen West und Sandäcker am Freitag wegen technischer Störung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Hoffnungen, dass die Ammertalbahn ab kommendem Montag, 22. September, wieder im Halbstundentakt zwischen Tübingen und Herrenberg verkehren könnte, haben sich zerstoben: Auch in der nächsten Woche bleibt es dabei, dass die Züge lediglich im Stundentakt pendeln und durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ergänzt werden, die jede halbe Stunde fahren (wir berichteten). Einzelne Fahrten wie etwa die Schülerverbindung um 6.48 Uhr ab Entringen (Obere Straße) mit Ankunft in Tübingen Hauptbahnhof um 7.10 Uhr würden mit einem zweiten Bus zur selben Uhrzeit verstärkt. Dies teilt der Zweckverband ÖPNV im Ammertal (ZÖA) mit.
Auf der Bahnstrecke läuft der Verkehr seit dem 27. August nicht mehr nach Plan, weil ein unerwartet hoher Verschleiß an Rädern und Schienen diagnostiziert worden ist. Seither versuchen ZÖA und DB Regio, die Ursache zu ergründen. Bislang erfolglos: „Die Ursache ist leider noch vollkommen unklar“, sagt ZÖA-Geschäftsführerin Sarah Wüstenhöfer auf Anfrage des TAGBLATTs. Auch Versuche, mit dem Abfräsen und Schmieren der Schienen den Abrieb zu verringern, hätten nicht zum gewünschten Ergebnis geführt, „es kommt weiterhin zu hohen Verschleißerscheinungen“. Eine Prognose, wann die Züge zwischen der Neckar- und der Gäustadt wieder nach Fahrplan verkehren werden, wagt die ZÖA-Geschäftsführerin nicht.
Leute sind enttäuscht und verärgert
„Die Fahrgäste“, weiß Wüstenhöfer, „sind enttäuscht und verärgert“, entsprechende Rückmeldungen seien in den vergangenen Tagen und Wochen eingegangen – aber auch Reaktionen, die Verständnis transportiert hätten. Die Busse seien „natürlich keine echte Alternative zur Bahn, aber wir können nichts anderes anbieten“.
Dass am Freitagmittag ein Zug zwischen Tübingen West und Sandäcker stehenblieb, habe nichts mit den derzeitigen Problemen zu tun: „An dem Fahrzeug gab es eine technische Störung.“ Es habe abgeschleppt werden müssen, weshalb der Verkehr zwischen Tübingen und Pfäffingen eine Zeit lang eingestellt war.

